Die Strecke mit dem Bus von Cusco über den Abancay Pass und Nazca bis nach Ica ist sehr beliebt in Peru. Nicht nur deshalb, weil der Weg zu den berühmten Nazca-Linien und weiter auf der Panamericana über Ica an der Küste entlang bis nach Lima führt.

Landschaftlich ist die Route von Cusco über den sattgrünen Abancay Pass und die nicht enden wollenden Serpentinen der Gebirgsketten in den peruanischen Anden, bis hin zur Wüste eine Augenweide. Sie ist eine der schönsten Strecken in Peru.

» Die Eckdaten zur Busfahrt: Tickets, Preise, Zeiten.
» Die Route | Cusco – Abancay – Puquio – Nazca – Ica.
» Warum wir 28 Stunden anstatt 16 gebraucht haben.
» Fazit.

» Die Eckdaten zur Busfahrt: Tickets, Preise, Zeiten

  • Busse

    Es gibt zahlreiche Busgesellschaften, die die Strecke Cusco – Nazca – Ica – Lima bedienen. Zum Beispiel Cruz del Sur, Oltura, Exklsuiva, Tepsa.

  • Preise

    Tickets für Cama-Sitzplätze von Cruz del Sur gibt es für 165 Soles (44 €). Die günstigsten Plätze von Civa oder Oltursa gibt es ab 100 Soles (27 €).

  • Abfahrtszeiten und Dauer

    Die Busse starten unterschiedlich zwischen 13.30 Uhr und 18.00 Uhr in Cusco. Geplant dauert die Fahrt zwischen 15 bis 17 Stunden.

  • Online-Übersicht

    Auf dem BUSPORTAL kannst zahlreiche Verbindungen herausfinden. Cruz del Sur hat eine separate deutsche Webseite, die auch Online-Buchungen möglich macht.

  • Busfahren in Peru

    Ausführliche Informationen über Busgesellschaften, welche Komfort-Klassen es gibt, Empfehlungen welche Plätze Du wählen solltest, sowie Tipps für lange Bus-Fahrten in Peru findest Du hier: Busfahren in Peru | Der ultimative Guide zur Buchung mit Tipps zu Fahrt.

Peru | Das Bus-Ticket von Cruz del Sur kostet 165 Soles für die Fahrt von Cusco über Abancay nach Ica. Nahaufnahme unseres Bus-Tickets

Peru | Das Bus-Ticket von Cruz del Sur kostet 165 Soles für die Fahrt von Cusco über Abancay nach Ica

Peru | Premiumplätze mit Panorama-AUssicht auf der Fahrt mit Bus von Cusco über Abancay nach Ica. Blick auf die Straße, ein Fluss der entlang führt, blauen Himmel, umgeben von sattgrünen Berghängen und unsere Füße in schwarzen Socken

Peru | Premiumplätze mit Panorama-AUssicht auf der Fahrt mit Bus von Cusco über Abancay nach Ica

» Die Bus-Route | Cusco – Abancay – Puquio – Nazca – Ica

Zunächst verlässt der Bus das geschäftige und dennoch malerische Cusco, und es geht hinaus in Richtung Heiliges Tal. Dementsprechend prachtvoll und märchenhaft ist dieser erste Streckenabschnitt, nachdem man der Stadt den Rücken kehrt. Sattgrüne Hügellandschaften begleiten uns während sich der Bus über unzählige Serpentinen und Kurven seinen Weg bahnt.

Zahlreiche kleine und größere Dörfer liegen auf dem gesamten Weg durch die kurvenreichen Bergpässe der Anden. So zum Beispiel auch der landwirtschaftlich wichtige Ort Abancay, nachdem man den gleichnamigen Abancay Pass überwunden hat. Auf der Strecke bis Puquio ändert sich nicht viel, außer die sich abwechselnden grünen, braunen und grauen Farbwelten.

Danach wird es zusehends karger und wüstenartiger, die Kurven und Windungen bleiben allerdings. Bei Nazca geht’s auf der Panamericana 160 km geradewegs weiter bis Ica und der gefühlte Waschmaschinen-Schleudergang im Bus durch die Serpentinen der Anden ist vorbei.

Hier geht’s zur Route auf google maps.

Peru | Panorama aus dem Bus auf den Abancay Pass auf dem Weg von Cusco nach Ica. Sattgrüne Berge und die Serpentinenstraße die hindurch führt

Peru | Panorama aus dem Bus auf den Abancay Pass

Peru | Der Abancay Pass auf dem Weg von Cusco nach Ica mit dem Bus. Blick auf die Berge und ein Tal

Peru | Der Abancay Pass auf dem Weg von Cusco nach Ica mit dem Bus

» Warum der Bus 28 Stunden anstatt 16 gebraucht habt

Normalerweise bleibt Dir ein Teil der Strecke verborgen, weil es ab 18.00 Uhr dunkel ist in Peru. Nach 4 oder 6 Stunden durch phänomenale aber sich nicht schlagartig verändernde Landschaften ist das kein großes Ding. Pünktlich zu einer veränderten Landschaft rund um Nazca bricht der Tag an.

Bei uns war das anders.
Nach 7 Stunden Fahrt, zirka 75 km nach Abancay, blieb der Bus plötzlich mitten in den Bergen stehen. Erkennbaren Grund gab es keinen, inzwischen war es aber auch dunkel.

Einen platten Reifen, Motor- oder Getriebeschaden konnten wir nach einer Weile ausschließen, weil die Busschlange hinter uns immer länger wurde. Busse und PKW reihten sich hintereinander, mittlerweile schalteten sie den Motor und das Licht aus. Ansage bezüglich der Ursache gab es keine.

Peru | Auf der Fahrt mit dem Bus von Cusco über Abancay nach Ica standen wir 12 Stunden in einer Straßensperrung wegen eines Erdrutsches . Blick auf die Busschlange inmitten grüner Berge unser Cruz del Sur Bus ganz vorne

Peru | Auf der Fahrt mit dem Bus von Cusco über Abancay nach Ica standen wir 12 Stunden in einer Straßensperrung wegen eines Erdrutsches

Wir kannten den Grundes des Stops nicht und hofften, dass es bald weitergeht. Nichts geschah, keine Info, aber auch kein Anzeichen, dass die Fahrt wieder aufgenommen wurde.

Um Mitternacht beschließen wir auf unseren komfortablen Panorama-Plätzen im 1. Stock direkt über dem Fahrer, dass es Zeit für ein wenig Nachtruhe sei. Ändern konnten wir an der Situation ohnehin nichts. Die Luft sowie Gerüche im Bus und unser Gemütszustand verschlechternden sich Zusehends. Unser Sitznachbar begann zu schnarchen. Ich glaube, ich habe noch nie einen Menschen so laut Schnarchen gehört. Wer schon mal das Pech hatte in einer Totalsperrung zu stehen, der kennt das aufkeimende Gefühl, sich irgendwann am Rande des Wahnsinns zu befinden. Schlaf ist da wohl die einzig richtige Alternative.

Die Nacht ist vorbei, der Busterror jedoch nicht. Wir standen immer noch an Ort und Stelle. Hinaus, ich musste hinaus, brauchte Luft. So schälte ich mich aus dem Sitz, die Treppen hinunter, vermochte kaum zu atmen. Die Tür nach draußen stand offen, doch ich war mir nicht sicher, Was mir mehr zu schaffen machte. Die Bus-Toilette gepaart mit den Ausdünstungen der Passagiere im Inneren oder der Anblick und Geruch von Tüchern und Häufchen außerhalb.

Egal Augen zu und raus. Da wurde auch klar, warum wir hier festsitzen. Ein Erdrutsch hatte die Straße überflutet und unpassierbar gemacht. Steine, Geröll und Lehm versperrten den Pass. Passanten versuchten mit bloßen Händen die Steine von der Straße zu hieven, doch einige waren zu groß. Inzwischen bildeten sich Menschenansammlungen, die genauso bedröppelt wie wir aus der Wäsche kuckten. Erste Busse machten kehrt und fuhren zurück. Die Einwohner des nächstgelegenen Dorfes freuten sich, denn es dauerte nicht lange und zahlreiche fliegende Händler mit Kaffee, Getränken und allerhand Kleinigkeiten waren zur Stelle.