||Auf dem Rücken eines Elefanten | Unser Erlebnis im Elephant Village in Laos

Auf dem Rücken eines Elefanten | Unser Erlebnis im Elephant Village in Laos

Einmal auf einem Elefanten sitzen. Auch Dein Traum?

Meiner war es, und ich hatte das Glück, dass er wahr wurde. Meine vorausgegangene ausführliche Recherche, welches Elephant Camp meinem Traum und zugleich dem Artenschutz gerecht wird, möchte ich Dir nicht vorenthalten, und deshalb habe ich alle Informationen in Kürze für Dich zusammengefasst.

» Solltest Du die Tour auf einem Elefanten in Laos machen?
» Welche Touren gibt es in Laos?
» Preise der Touren.
» Beschreibung der Tagestour mit Mahout Training.
» Tipps, die Du über die Tour wissen solltest.
» Mein Erlebnis.
» Empfehlung.
» Impressionen.

» Warum habe ich mich entschieden, diese Tour in Laos zu machen?

Laos ist eines der zwanzig ärmsten Länder der Welt. Von dieser Armut spürt man als Tourist wenig. Nur wenige Reisende schaffen es in die abgelegenen Regionen des Landes und bekommen die niedrige Alphabetisierungsrate und hohe Zahl arbeitender Kinder mit. Nichtsdestotrotz hatte ich nicht selten das Gefühl, dass die Menschen dort bei weitem glücklicher sind als wir. Wir haben zwar vermeintlich alles, wissen aber leider allzu oft gar nicht mehr, was wir eigentlich wollen.

In Laos genauso wie in Thailand oder an vielen anderen Orten der Erde, ist Elefantenreiten ohnehin eine Sache die sehr umstritten ist. Ich wollte nicht ein Elefantendorf unterstützen, in dem ich das Gefühl hatte Tierquälerei zu fördern. Klar ist dieser Begriff dehnbar und man könnte es schon als Quälerei bezeichnen, die Tiere mehrfach am Tag für Ausritte mit Touristen zu gebrauchen.

Doch wie ich finde muss der Aufwand immer in Relation zu den Fakten und dem Schicksal der Tiere ohne sicheres Umfeld gesehen werden. Im Elephant Village wird den Tieren ein Heim geboten, das sie in der Wildnis als ehemalige Arbeitselefanten nie hatten. Die oberste Mission der „Sanctuary“ ist das Leben der Elefanten zu schützen. Ob dem wirklich so ist und der deutsche Gründer seine Versprechen hält, davon konnte ich mich aus nächster Nähe überzeugen.

» Welche Touren gibt es?

Es gibt ½-Tages-Touren bis zu 2 Tages-Touren mit Übernachtung in durchaus komfortablen Holzhütten in Hanglage mit Blick auf den „Nam Khan River“ direkt in der Sanctuary.
Alle Touren beginnen ab Luang Prabang um ca. 8.30 Uhr und enden um ca. 13.00 bzw. 15.30 Uhr.

» Preise der Touren?

Vorneweg sei gesagt, die Touren des Elefant Village sind nicht die Günstigsten die es gibt.
Beim Vergleich mit anderen Anbietern werdet Ihr schnell feststellen, dass teilweise nur die Hälfte und weniger verlangt wird. Bei genauer Prüfung schienen mir diese jedoch auch dementsprechend minderwertig, und eben gerade nicht auf das Wohl der Elefanten aus. Entscheiden muss das natürlich jeder selbst.

Für mich war klar: ich zahle lieber ein bisschen mehr für eine Sanctuary, die Ihre Grenzen den Tieren gegenüber kennt und die ich für eine tolle Erfahrung gerne unterstütze.

So haben wir für die Tagestour Mahout mit Baden: ca. 50 Euro pro Person gezahlt. Gebucht haben wir die Tour im Büro in der Stadt, da das Angebot dort günstiger als das per Email unterbreitete Angebot!

Hier die uns per Email angebotenen Preise, die bis September 2018 Ihre Gültigkeit behalten:

  • HDE – Half Day Elephant Experience               =   $49 USD/person
  • FDE – Full Day Elephant Experience                 =   $82 USD/person
  • M1D – One Day Mahout Experience                  =   $99 USD/person (Diese Tour haben wir im Büro für $93 USD/person gebucht)
  • M2D – Two Day Mahout Experience Twn w/fan = $144 USD/person
  • M2D – Two Day Mahout Experience Dbl w/AC = $164 USD/person Single Occupancy surcharge = $25 USD (if you are alone in one room)

 » Beschreibung unserer Tour, die wir sehr empfehlen können: M1D – Tagestour Mahout Training

  • Start der Tour: zwischen 8:30 – 9:00 Uhr. Abholung im Hotel.
  • Halbstündige Fahrt über Serpentinen zum Elephant Village Camp.
  • Begrüßung und kurze Einweisung durch den Guide, der gut Englisch sprach.
  • Mahout Training mit Erlernen der Kommandos und kurzer Ritt zum „Warm werden“ mit den Tieren.
  • 3 km Ritt zu zweit entlang des Nam Khan River auf dem Rücken oder mit „Geschirr“.
  • Kurze Fahrt mit dem Boot und Spaziergang durch den Dschungel ins gegenüberliegende Nachtlager der Elefanten.
  • Mittagessen in Buffetform. Während der ganzen Tour stehen Kaffee, Tee und Wasser zur Verfügung.
  • Elefanten-Baden im Nam Khan River.
  • Bootfahrt zum Tad Sae Waterfall: Nicht in der Trockenzeit! Alternative: Relaxen am Pool.
  • Rückfahrt nach Luang Prabang direkt zum Hotel.

» Tipps, die Du sonst noch über die Tour wissen solltest

  • Buchung der Tour im Büro in Luang Prabang ist günstiger als das Onlineangebot!
  • Zur Trockenzeit findet die Tour zum Wasserfall nicht statt. Das war für uns enttäuschend, aber wir wurden widererwartend am  schönen hoteleigenen Pool mit Bar, an der Ihr ein Getränk frei habt, durchaus angemessen entschädigt.
  • Das Elephant Village ist sehr gepflegt und vornehm.
  • Bei Bezahlung mit Kreditkarte werden 5% Servicegebühren berechnet.
  • Kinder bis 4 Jahre sind kostenlos, von 5-8 Jahren gibt es 50 % Rabatt und ab 9 Jahren gilt der volle Preis.
  • Unbedingt knielange Hosen tragen. Die Haut der Elefanten ist sehr rau!

» Mein Erlebnis

Ich wollte einmal einem Elefanten hautnah sein…

Auf dem Rücken eines Elefanten zu sitzen, ihn zu füttern und mit ihm zu baden ist etwas ganz Besonderes. Das Gefühl, einem Elefanten so nahe gewesen zu sein, bereitet mir noch heute Gänsehaut.

Voraussetzung ist selbstverständlich, dass Du Elefanten magst! Ihre gemächlichen und langsamen Bewegungen, das Schwingen Ihres Rüssels, die Aura über den Dingen zu stehen und nichts an sich heran zu lassen, für mich der Inbegriff von Ruhe, Gemütlichkeit und Entspannung. Gleichzeitig habe ich aber auch Respekt. Respekt vor ihrer Größe und Gefährlichkeit, die aufgrund ihrer Behäbigkeit und scheinbaren Plumpheit oft unterschätzt wird.

Umso stolzer blicke ich auf meine Erlebnisse zurück.

Jeder Elefant folgt bestimmten Befehlen, die sowohl Worte aber auch Taten sein können.

Zunächst lerne ich den Aufstieg über das rechte Vorderbein und das Ergreifen seines Ohres, bis ich mich auf eine stattliche Höhe von 3-4 Metern nach oben gehievt habe. Mein Elefant war ein Weibchen, die Männchen sind unberechenbarer und deshalb nur für die sogenannten Mahouts, die Elefantenführer zugänglich. Als ich also oben sitze, beginnt der Mahout mit den Befehlen und das Tier setzt sich in Bewegung. Eine sehr wackelige und aus der Höhe betrachtet, mutige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass es keinen Griff oder ähnliches zum Festhalten gibt. Nach kurzer Zeit wächst mein Vertrauen zu dem Tier und der Spaß beginnt. Ich erlebe auf dem Rücken des Elefanten einige Kilometer an Land, wir durchqueren einen Fluss und zum Abschluss wird gebadet. Natürlich alles in Begleitung eines Mahouts.

Dinge die mir dabei bewusst wurden…

  • Warum es Elefantenhaut heißt: Die Haut eines Elefanten aus nächster Nähe zu spüren, zu fühlen wie dick sie ist, lässt sofort klar werden, warum wir bei schrumpeliger und rauer Haut von Elefantenhaut sprechen.
  • Die Ausstrahlung der Tiere: wie mächtig Elefanten sind, wie kraftvoll und dennoch sensibel.
  • Die Beweglichkeit des Rüssels: ein Greifinstrument, das sich mit der Fingerfertigkeit von Händen vergleichen lässt.
  • Die Größe: nicht nur die Höhe, alleine der Fuß eines Elefanten ist riesig und könnte einiges platt machen.
  • Die wackelnden Ohren: auch die Ohren sind riesig und bewegen sich bei jedem Schritt vor uns zurück. Asiatische Elefanten haben noch kleinere Ohren als die afrikanischen Exemplare.
  • Die großen Augen und wie traurig deren Ausdruck eigentlich ist.
  • Die Menge die die Elefanten fressen.

Für mich war die Tour ein Erlebnis, das ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde und immer mit einem Lächeln in meinem Kopf behalten werde.

» Empfehlung

Unsere Entscheidung für das etwas teurere Elefant Village war goldrichtig. Das Preis-Leistung ist durchaus gerechtfertigt.

Die Tagestour Mahout Training ist sehr zu empfehlen. Die Halbtags-Touren sind sehr kurz. 2-Tagestouren eignen sich dann, wenn man in der Natur, in schönem Ambiente, übernachten möchte.

» Impressionen

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Von |2017-11-21T15:04:49+00:0023. Februar 2017|Asien, Laos, REISEBERICHTE|

Autor:

Hi, ich bin Karin. Auf Reisen fühle ich mich wie ein anderer Mensch, weil es für mich das Größte ist neue interessante Orte zu entdecken und fremde Kulturen kennenzulernen. Meine Erfahrungen, Tipps und Gedanken möchte ich mit Dir teilen.

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