||Warum Sandfliegen eigentlich Sandmücken heißen und das vollkommen zu recht

Warum Sandfliegen eigentlich Sandmücken heißen und das vollkommen zu recht

Auf Reisen von Sandfliegen bzw. Sandmücken zerstochen zu werden kann Dir schnell die gesamte Reise vermiesen, abgesehen davon, dass sie in bestimmten Regionen auch Krankheiten übertragen. Wo sie zu finden sind, wie die Bisse aussehen und welchen Schutz es gibt, haben wir für Dich zusammengefasst.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Was sind Sandfliegen bzw. Sandmücken?
» Wo kommen Sandmücken vor?
» Wann sind sie aktiv?
» Warum sind sie so heimtückisch?
» Warum sind Sandmücken gefährlich?
» Was tun gegen den Juckreiz? Welche Behandlung hilft gegen Bisse?
» Wie kann ich mich schützen?

» Was sind Sandfliegen bzw. Sandmücken?

Sandmücken werden ca. 1 – 4 mm groß und gehören zur Familie der Schmetterlingsmücken. Daher ist der Begriff der Sandfliegen formal nicht ganz korrekt, wird aber allgemein benutzt. Auffälligstes Kennzeichen sind die gemessen am kleinen Körper überdimensional großen Flügel. Rein äußerlich erinnern sie stark an harmlose Fruchtfliegen. Im Gegensatz zu Stechmücken ritzen Sandmücken die Haut auf und nehmen dann das austretende Blut auf.

» Wo kommen Sandmücken vor?

In Gebieten, wo die Durchschnittstemperatur oberhalb 10° C bleibt, hauptsächlich in Asien, Amerika und dem Mittelmeerraum. Aber auch Neuseeland ist ein sehr beliebter Aufenthaltsort der Parasiten. Zu finden sind sie ausnahmslos fast überall, wo sich feuchte Brutstätten finden lassen. Ohne wissenschaftlichen Beweis ist uns zusätzlich aufgefallen, dass Sandmücken, wie wir, oft helle feinsandige Sandstrände mögen. Nicht selten warnt Dich ein guter Hotelier im Urlaub vor den kleinen Fieslingen, die Dich insbesondere zum Sonnenuntergang traktieren.





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» Wann sind sie aktiv?

Da es unzählige Arten von Sandmücken gibt, ist eine Verallgemeinerung schwer zu treffen. Aus meiner Erfahrung gibt es sowohl tag- als auch nachaktive Arten, beiden gemeinsam ist die erhöhte Aktivität mit Schwerpunkt rund um den Sonnenauf- und -untergang. Gerade schwüle, windstille Tage sind prädestiniert dafür beim Sundowner am Strand fast unbemerkt zerstochen zu werden. Aufgrund ihrer Größe, können Sandmücken bei stärkerem Wind nicht fliegen.

» Warum sind sie so heimtückisch?

Im Gegensatz zu klassischen Stechmücken bemerkt man den Angriff der Winzlinge oft viel zu spät, da der Moment der Bisse kaum spürbar ist und der Juckreiz erst zeitverzögert einsetzt. Zudem treten sie gerne in ganzen Schwärmen auf und sind kaum zu erwischen. Sandmücken schwirren scheinbar harmlos um einen herum und attackieren nicht so offensichtlich wie Mücken, die gezielt landen und stechen. Wer noch keine Erfahrung mit Sandmücken gemacht hat, wird diese somit auch nicht unmittelbar als Gefahr sehen. So endet der laue Sonnenuntergang nicht selten damit, dass man mit dutzenden Stichen übersäht ist, die sich Stunden dann später bemerkbar machen.

» Warum sind Sandmücken gefährlich?

Die hohe Zahl der Stiche oder Bisse verursacht ausgeprägtem Juckreiz. Das dadurch erhöhte Kratzverhalten führt nicht selten zur Infektion der Stiche. Nicht sensibilisierte Menschen können in Einzelfällen auch mit Hautausschlag und Fieber reagieren. Viel bedenklicher ist allerdings, dass Sandmücken auch Überträger zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen wie Leishmaniose, Phlebotomusfieber oder Oroya-Fieber sein können. Ob das Risiko einer Erkrankung besteht, hängt vom Reiseziel ab und ist höchst unterschiedlich. Während die zahlreichen Sandmücken in Neuseeland keine Krankheiten übertragen, sieht es in manchen Regionen Asiens, Amerikas und des Mittelmeerraums schon ganz anders aus.

» Was tun gegen den Juckreiz? Welche Behandlung hilft gegen Bisse?

Hier bieten sich Antihistaminika und cortisonhaltige Salben zur Behandlung der Stiche an. Ich habe gute Erfahrungen mit Fenistil® Gel*ad und dem corstisonhaltigen FeniHydrocort®*ad gemacht. Sollte Dich der Juckreiz die Wände hochgehen lassen, helfen rezeptfreie Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratatin. Lass Dich vom Arzt oder Apotheker beraten.

Vermeide Kratzen tunlichst. Gerade in den Tropen unter überschaubaren hygienischen Umständen hast Du durchs Aufscharren schnell einer Superinfektion. In diesem Zusammenhang sei auch die allgemeine Wichtigkeit einer stets aktuellen Tetanusimpfung erwähnt.

Mein persönlicher zusätzlicher Geheimtipp gegen Stiche fast jeglicher Art ist der Bite Away Stichheiler*ad, welcher ganz ohne Chemie über Hitze funktioniert. Einen ausführlichen Test dazu findest Du hier: » Der bite away | Schluss mit juckenden Insektenstichen.

» Wie kann ich mich schützen?

Richte Deine Aufmerksamkeit nicht nur auf Mücken, sondern auch auf Sandmücken. Wenn Du sie um Dich herum siehst, heißt es Beine in die Hand nehmen und spätestens dann den Mückenschutz zu erneuern. In manchen Regionen sind Sandmücken eine richtige Plage. Hier empfiehlt sich der Einsatz spezieller engmaschiger Moskitonetze, wie dem Mosquito Net Midge-Proof Bell*ad. Allerdings vermindern derartige Moskitonetze auch die Luftzirkulation darunter, sodass sie für unklimatisierte Räume in den Tropen weniger geeignet sind.

Wie eine konsequenter Mückenschutz auf Reisen aussieht, findest Du in folgendem Beitrag: Dengue, Malaria & Co.: 3 Schritte zum optimalen Mückenschutz in den Tropen.

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Von |2018-03-18T15:54:37+00:0024. September 2017|REISEKRANKHEITEN & REISESICHERHEIT|

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