||Der Spot Gen3 im Langzeit-Test | GPS-Tracking und Ortung auf Reisen

Der Spot Gen3 im Langzeit-Test | GPS-Tracking und Ortung auf Reisen

Der Spot Gen3 war eines meiner liebsten Gadgets auf unserer Weltreise. Per GPS-Tracking verspricht das Gerät auch mitten in der Wildnis über Satellit Deine GPS-Koordinaten zu übermitteln, SMS zu versenden, im Ernstfall ein Notsignal abzusetzen und Deine Schritte im Nachhinein oder live zu verfolgen. Die Stärken und Schwächen des Spot Gen3 und ob das Gerät dem einjährigen Härte-Test über fünf Kontinente Stand hielt, erfährst Du in diesem Review.

 » Kernfeatures des Spot Gen3

  1. Standort-Tracking und Aufzeichnung

    Kurzum, nach ein wenig Konfiguration schaltet man das Teil ein, und es übermittelt den jeweiligen Standort mittels GPS-Tracking per Satellit auch fern ab jeglicher Zivilisation und Handynetze. Das ist natürlich ein klasse „Erste Welt“-Spielzeug um seinen Route später am Rechner oder per Smartphone-App nachzuvollziehen. Allein dafür wäre der Preis aber zu hoch und diesen Zweck erfüllen günstige oder kostenlose Smartphone-Apps inzwischen auch.

  2. Nachrichten- und Standortübermittlung an Dritte

    Ein wesentlich essentielleres Feature ist da schon, von annähernd jedem noch so fernen Ort der Erde seinen Angehörigen oder Freunden auf Knopfdruck per SMS kurz mitteilen zu können, dass es einem gut geht. Man kann diese auch dazu einladen, über Google Maps™ den eigenen Standort live zu verfolgen. Natürlich nur wenn der SPOT eingeschaltet ist und man dies wünscht. Gerade wenn jemand im australischen Outback oder der argentinischen Pampa den Sinn des Lebens fern der Zivilisation sucht, kann es sehr nervig sein, Orte zu finden, von denen aus man seinen Liebsten ein Lebenszeichen schicken kann. Wer’s ganz arg braucht, kann seine GPS-Position gar über Facebook und Twitter teilen.

  3. Notruf

    Für alle etwas vorsichtigeren Reisenden und Trekking-Fans ermöglicht die kleine wasserdichte Box, in lebensbedrohlichen Situation Hilfe per SOS-Knopf zu rufen. Dann werden über eine internationale Rettungszentrale in Koordination mit lokalen Einsatzkräften alle Hebel in Gang gesetzt, um Dich aus Deiner misslichen Lage zu befreien bzw. zu retten. Hängst Du nun aber beispielsweise nur mit einer Reifenpanne in der Wildnis, drückst Du ganz einfach einen anderen Knopf und eine von Dir vorher definierte Person (z.B. der Camper-Verleiher) wird benachrichtigt, dass Du zwar okay bist, aber an GPS-Koordinaten X Hilfe benötigst. Simultan zum Auslösen dieser Hilferufe, kann auf Wunsch auch ein Angehöriger benachrichtigt und so auf dem Laufenden gehalten werden.





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» Kernfeatures und Stärken des SPOT Gen3 GPS-Tracking

  1. Unkomplizierte Konfiguration am Rechner

    z.B. in welchen Intervallen der Spot Gen3 sendet und wer, mit welchem Nachrichtentext, in welchem Fall per SMS benachrichtigt werden soll.

  2. Schnelle, verlässliche Übertragung beim GPS-Tracking

  3. Klein, handlich, leicht, stabil und wasserdicht bis 1 m

  4. Robuste Verarbeitung

    Nach knapp einem Jahr wies das Gerät unter recht extrem Bedingungen und etlichem Fallenlassen fast keine Gebrauchsspuren auf.

  5. Gute Batterielaufzeit

    Ich habe sie zwar nicht exakt gemessen, musste aber nur alle paar Wochen neue Batterien einlegen.

» Soviel zur Sonnenseite GPS-Tracking-Gerätes, es hat natürlich auch sein Schwächen…

  1. Signalstörungen

    Stichwort Sonnenseite: Damit das Signal ankommt muss der Spot Gen3 freie Sicht zum Himmel haben. Innerhalb meines Rucksacks funktionierte er zwar auch, unter allzu vielen Klamotten durfte er allerdings nicht begraben sein. Auch starke Bewölkung kann das GPS-Tracking-Signal leicht verzögern, was ich bestätigen kann und angeblich auch ganz verhindern, was ich nur von Berichten anderer User gehört habe.

  2. Fast globale Abdeckung

    Die Abdeckung ist nur fast global, d.h. es gibt wenige vereinzelte Regionen mit verminderter oder keiner Abdeckung – wo genau kannst Du bei findmespot herausfinden.

  3. Kundendienst & Sprachen

    Der Kundendienst spricht kein Deutsch, dafür habe ich bei meinen englischen Anfragen aber immerhin schnelle Lösungen erhalten. Die Webinterfaces für die Einstellungen des Spot Gen3 sind löblicherweise zwar auch auf deutsch, die Übersetzungen könnten stellenweise allerdings besser sein.

  4. Batterien

    Diese lassen sich im Spot Gen3 selbst nicht laden, d.h. entweder man kauft Einwegbatterien oder schleppt Akkus samt Ladegerät mit. Auch wenn der Energieverbrauch nicht hoch ist, entspricht das natürlich nicht der besten Umweltverträglichkeit.

  5. Preis

    Die Preisstruktur war für mich anfangs etwas unüberschaubar: Letztlich zahlt man für das Gerät (je nach Anbieter ca. 155-175 €) und abonniert dann die benötigten Services (ab ca. 150 € für ein Jahr). Mit den wichtigsten Extras einschließlich einer Versicherung für Rettungskosten landet man letztlich bei 300 – 350 € für das Spot Gen3-Endgerät und die Services. Nach einem Jahr kann man die Services entweder verlängern oder beenden. Ich hatte weder Probleme mit der Kündigung noch der Abrechnung. Der Kundendienst reagierte immer schnell und zuverlässig.

Test Spot Gen3 | Kleines, handliches Gerät zum GPS-Tracking

Test Spot Gen3 | Kleines, handliches Gerät zum GPS-Tracking

Gadget: SPOT Gen3 *ad
Zweck: GPS-Tracking
Preis: Endgerät ab 155 €, plus jährliche GPS Tracking Services ca. 150 – 200 €

Fazit

Klar, früher ging es auf Fernreisen auch ohne Kontakt nach Hause, die Postkarte kam erst Wochen nach Dir daheim an und alle lebten auch noch. In Zeiten von Social Media und ultimativer Erreichbarkeit hat sich die Situation allerdings geändert, und Menschen werden teils hochgradig nervös, wenn sie eine Weile gar Nichts von einem hören oder sehen. Auf einer einjährigen Weltreise war es uns das Geld wert zu wissen, dass unsere Family beruhigt unsere Bewegungen dank GPS-Tracking verfolgen konnte. So mussten wir nie ein schlechtes Gewissen haben, uns lange nicht mehr gemeldet zu haben. Auch die Sicherheit, mit dem Spot Gen3 jederzeit fern ab der Zivilisation einen Rettungstrupp per Knopfdruck zu bestellen, gefiel mir.

Für sporadische Urlaubsreisende, die nur ein paar Tage oder Wochen im Ausland unterwegs sind, ist der Preis aus meiner Sicht zu hoch. Wer seine Schritte aufzeichnen will, kann hier auch zu kostenlosen Smartphone-Apps wie FindPenguins greifen. Die Investition lohnt sich für Langzeitreisende durchaus, aber auch ausgeprägten Outdoorfans und Extremsportlern sollte es das Geld wert sein, bei Unfällen schnelle Hilfe zu bekommen. Qualitativ gibt es absolut Nichts am Spot Gen3 auszusetzen.

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Von |2018-01-07T16:35:50+00:0023. Februar 2017|REISEGADGETS & APPS|

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