||Reisesicherheit | Die typischen Tricks und Tipps, wie Du nicht Opfer eines Verbrechens wirst

Reisesicherheit | Die typischen Tricks und Tipps, wie Du nicht Opfer eines Verbrechens wirst

In welchen Situationen erhöhte Achtsamkeit in Sachen Reisesicherheit geboten ist, was die beliebtesten Tricks der Diebe sind, wie Du dem entgegenwirkst und was Du tun solltest wenn es Dich erwischt hast, haben wir für Dich zusammengefasst.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Kritische Orte und Situation für erhöhte Achtsamkeit.
» Bekannte Tricks & Ablenkungsmanöver.
» Prävention für mehr Reisesicherheit.
» Was tun im Notfall?
» Fazit.

Jeden auch noch so erfahrenen Reisenden erwischt es irgendwann und er wird beklaut, ausgeraubt oder betrogen. Das wundert mich wenig, wenn ich sehe wie viele Reisende mit riesigen Spiegelreflexkameras und teuren Notebooks unachtsam fast danach schreien, dieser entledigt zu werden. Gerade in ärmeren Ländern entspricht der Wert solch teurer Luxusgüter mehreren durchschnittlichen Monatsgehältern der Lokalbevölkerung. Folglich ist unachtsames Vorgehen in etwa so, als wenn jemand in Deutschland mit sinnbildlichen 20.000 € wedelnd durch die Innenstadt liefe. Natürlich gibt es niemals eine moralische Rechtfertigung für Diebstahl. Allerdings sinkt die Hemmschwelle, wenn jemand nicht weiß wie er seine Familie über die Runden bringen soll und dann ein sichtlich reicher Tourist mit der vermeintlichen Lösung all seiner Sorgen in der Öffentlichkeit herumwinkt.





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Die Mittel und Wege der Kriminellen sind annähernd künstlerisch perfektioniert bis ins letzte Detail. Prävention ist der beste Weg, gar nicht erst ins Visier der Profi-Verbrecher zu geraten. Denn hat Dich eine Bande erstmal ausgespäht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie erfolgreich sein wird.

» Kritische Orte und Situation für erhöhte Achtsamkeit

Hier eine Liste der klassischen Orte und Situationen, um auf Reisen Opfer eines Verbrechens zu werden.

  • Restaurants, Cafes, Internet-Cafes, Bars und Nachtclubs
  • Hotels & Hostels
  • Wenig belebte Gegenden, insbesondere bei Nacht
  • Armensiedlungen
  • Menschenmengen, Touristen-Hotspots, Bahnhöfe, Flughäfen, Busbahnhöfe, öffentliche Toiletten
  • Fahrstühle, Rollentreppen, Kaufhäuser, insbesondere Schuhläden
  • Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxifahrten
  • Fahren mit oder Parken von Mietwagen | Campern, Halten an Kreuzungen oder im Stadtverkehr
  • Bezahlvorgänge in der Öffentlichkeit
  • Schlafen bei Wartezeiten an öffentlichen Orten
  • Geld abheben am Automaten
Uruguay | Montevideo, Die heruntergekommenen Nebenstraßen der Ciudad Vieja sollte man zu jeder Tageszeit aus Sicherheitsgründen lieber meiden, hier eine menschenleere Straße mit vergitterten Türen

Uruguay | Montevideo, Die heruntergekommenen Nebenstraßen der Ciudad Vieja sollte man zu jeder Tageszeit aus Sicherheitsgründen lieber meiden

» Bekannte Tricks & Ablenkungsmanöver

 Hier ein paar der beliebtesten Tricks auf die Du nicht mehr hereinfällst, wenn Du sie einmal gelesen hast.

  • Scheinbar verlorenes Geld oder Gegenstände auf dem Boden
    ⇒ Gefahr, dass Du beim danach Bücken bestohlen wirst oder nach Aufheben des Diebstahls bezichtigt wirst.
  • „Versehentliches“ Beschmieren Deiner Klamotten, z.B. durch Senf, Taubenkot oder Putzeimer-Dreck, der aus dem Fenster gekippt wird
    ⇒ Ablenkungsmanöver um Dich beim Wegtupfen zu bestehlen.
  • K.O.-Tropfen in Getränken oder Nahrungsmitteln, teilweise sogar auf verteilten Flyern über die Haut aufgenommen
    ⇒ Betäubung für Raub, Vergewaltigung oder Express-Kidnappings.
  • Vermeintliche Bekannte, scheinbar andere nach dem Weg fragende Touristen z.B. mit großer Straßenkarte
    ⇒ Vorbereitung zum Raub, Diebstahl oder Betrug.
  • Vermeintlich ausgeraubter Tourist bittet um Hilfe
    ⇒ Profis, die auf Dein gut gemeintes Geld aus sind. Verweise den „Bestohlenen“ darauf, doch seine Botschaft zu kontaktieren.
  • Roller- oder Motorradfahrer
    ⇒ Diebstahl von Taschen im Vorbeifahren.
  • Hütchenspieler
    ⇒ Die Beisteher sind Komplizen. Du wirst Dein Geld verlieren, wenn Du mitspielst.
  • Angebot und Auffächern von Postkarten oder Straßenkarten
    ⇒ Karten verdecken Dein auf dem Tisch liegendes Handy o.ä., welches dann den Besitzer wechselt.
  • Vordrängler Sicherheitsschlange Flughäfen
    ⇒Du verlierst Deine Wertsachen auf dem Sicherheitsband aus dem Auge, welche dann gestohlen werden.
  • Berührungen Knöchel, Bein o.ä. in Menschenmengen
    ⇒ Du erschrickst und machst eine ungeplante Bewegung während der Du bestohlen wirst.
  • Vordermann verliert Gegenstand auf Rolltreppe oder im Fahrstuhl und sorgt für Rückstau
    ⇒ Du wirst in der hektischen Situation von einer weiteren Person beklaut, während Du versuchst im Gemenge Dein Gleichgewicht zu halten.
  • Geldwechsel auf der Straße
    ⇒ Falsch abgezähltes Geld oder Gefahr der Verhaftung durch involvierte korrupte Polizisten.
  • Betteln nach „ein paar Münzen“
    ⇒ Du willst nur ein wenig Kleingeld spenden, wirst aber Deines Portemonnaies oder größerer Geldmengen entledigt.
  • Geldautomaten Karten ausspähen
    ⇒ Karte wird kopiert und Dein Konto leergeräumt.
  • Restaurant- und Hotelbuffets
    ⇒ Diebstahl wenn Handy oder Kamera beim Buffetbesuch im scheinbar sicheren Hotel am Platz herumliegen.
  • Autopannen, Unfälle oder Hinweis auf Defekt am Fahrzeug
    ⇒ Gefahr von Diebstahl oder Raub wenn Du jemandem helfen willst oder umgekehrt.
  • Bahnhöfe und Busbahnhöfe
    Beim Warten verwickelt Dich Dein Sitznachbar in ein Gespräch oder bedrängt Dich überraschend. Während Deiner spontanen Abwehrbewegung wird Deine Tasche von einem zweiten Beteiligten gestohlen. Häufig sind auf Dritte beteiligt, die für weitere Ablenkung zum Beispiel durch fingierte Streitgespräche sorgen.
  • Antanz-Trick
    Eine Person tanzt um Dich herum und verwickelt Dich in einen Tanz während er Dich beklaut. Beliebt in Vergnügungsvierteln.
  • Alle Situationen in denen Du vermeintlich unbemerkt zu spontanen, intuitiven Bewegungen provoziert wirst, z.B. Stolpern, Schubsen, Drängeln etc.
    ⇒ Bewusste Ablenkungsmanöver für Taschendiebstähle
Reisesicherheit | Durch das Befolgen einiger Tipps lässt sich Diebstahl auf Reisen meist vorbeugen

Reisesicherheit | Durch das Befolgen einiger Tipps lässt sich Diebstahl auf Reisen meist vorbeugen

 » Prävention für mehr Reisesicherheit

  • Unauffälliges Verhalten:
    KEINE teuren Uhren, Klamotten, Schmuck, Handys, etc. in der Öffentlichkeit herumschwenken oder großspurige Mietwagen fahren. Lächle, strahle Selbstbewusstsein aus und lass Dir nicht anmerken, wenn Du nervös wirst.
  • Meiden unübersichtlicher Situation:
    Überfüllte Märkte, riesige Warteschlangen, Touristen-Hotspots und Großveranstaltungen solltest Du nicht mit Deinem gesamten Hab und Gut in der Tasche besuchen. Sei an solchen Orten besonders achtsam und halte Unbekannte auf Abstand. Ein kurzer Moment der Ablenkung kann entscheidend sein.
  • Achtsamkeit mit Wertsachen:
    Überlege genau, wann und wo Du Laptops, Ausweise, Kreditkarten usw. in der Öffentlichkeit herausholst. Entwickle ein Bewusstsein dafür ggf. ausgespäht zu werden.
  • Tragen Deiner Wertsachen:
    Das Portemonnaie gehört in die engste und tiefste Tasche an der Körpervorderseite. Besser noch verwendest Du ein Fake oder Tagesportemonnaie (siehe Abb.) mit einer abgelaufenen Kreditkarte und etwas Bargeld für den Tagesbedarf während der restliche Inhalt im Hotelsafe und/oder im Money Belt vorne unter Deiner Kleidung ist. Versuche, dass dieser Aufbewahrungsort sich nicht unter Deiner Kleidung nach außen abzeichnet.
  • Handtaschen & Rucksäcke:
    Immer eng vorne am Körper tragen mit dem Reißverschluss in Deinem unmittelbaren Blickfeld. Sichere Reißverschlüsse mit Gummiband & Büroklammer (siehe Abb.) oder kleinen Schlössern und spaziere nicht am Rande des Gehsteiges zur Straße (Motorroller-Raub!). Behalte Taschen und Rucksäcke auch in Restaurants und Cafés immer auf Deinem Schoß ggf. mit dem Gurt um Deinen Arm.
  • Aufteilung Deiner Wertsachen:
    Verteile Ausweise, Ausweiskopien, Bargeld, Kreditkarten, etc. geschickt auf verschiedene Orte Deines Gepäcks, um nie ganz ohne etwas dazustehen. Wird Dir z.B. Dein Portemonnaie in der Stadt geklaut, hast Du weiteres Bargeld oder Kreditkarten im Hotel deponiert und umgekehrt.
  • Vorausplanung bei viel Gepäck:
    Hast Du Dein gesamtes Gepäck dabei, bedenke, dass Du ein unbewegliches leichtes Ziel bist. Halte beide Hände stets frei und plane Deinen Weg aus sicherer Position bevor Du Dich vollbeladen in das Getümmel einer Großstadt stürzt. Vermeide Situationen in denen Du mit Deinem teuren Smartphone nach dem Weg schauen musst oder dem prallgefüllten Geldbeutel herumwinkst. Überleg Dir vorher, was Du wann und wo brauchst und positioniere es so, dass Du nicht in der Öffentlichkeit Deinen gesamten Hausrat auseinandernehmen musst.
  • Drei Karten, drei Konten:
    Habe mindestens drei Kreditkarten auf Reisen dabei, die von unterschiedlichen Banken sind. Im Idealfall ist beides dabei, VISA- und Mastercard. Verteile diese auf Dein Gepäck, sodass Du immer ein Back-Up hast.
  • Nachtzüge, Busse und Flüge:
    Sichere Deine Sachen während der Fahrt insbesondere wenn Du schläfst, z.B. mit einem Travelsafe. Das gilt auch während eines Langstreckenflugs. Wache deutlich vor Ankunft auf um nicht halb schlaftrunken mit Deinem ganzen Gepäck aus Zug oder Bus zu wackeln, weil Dich das zur perfekten Zielscheibe für Diebstahl macht.
  • Bargeldbeschaffung:
    Kein schwarzes Geldwechseln auf der Straße! Checke Geldautomaten auf Manipulation und gib Deine PIN nur verdeckt ein. Schaue, ob Dich jemand beobachtet und bitte diesen ggf. Abstand zu wahren. Wird Deine Karte vom Automaten eingezogen, sperre sie umgehend! Spuckt der Automat ohne Fehlermeldung kein Geld aus, obwohl Du den Zählvorgang hörst, rufe ggf. die Polizei, da der Automat manipuliert sein könnte. Gib niemals Deine PIN am vermeintlichen Türöffner ein. Behalte Deinen Kontostand regelmäßig im Hinblick auf betrügerische Abbuchungen im Auge. 
    Unsere Tipps, wie Du weltweit kostenlos Geld abheben kannst, kannst Du hier lesen: Die Reise-Kreditkarte | Tipps wie Du keine Gebühren zahlst und immer an Dein Geld kommst. Als Reise-Kreditkarte empfehlen können wir die Santander 1plus Visa Card *ad, die wir als kostenlose Erstkarte samt Partnerkarte verwenden und die DKB-VISA-Card *ad als unsere Zweitkarte und Back-Up.
  • Bezahlen:
    Behalte Deine Karte immer im Auge und achte darauf, ob Du von Umstehenden beobachtet wirst. Belege solltest Du stets gut aufbewahren oder auf Langzeitreisen zumindest mit dem Handy abfotografieren.
  • Essen, Getränke und Flyer:
    Sei in entsprechend unsicheren Ländern auf K.O.-Tropfen gefasst. Nimm keine Speisen, Getränke oder Flyer von Fremden an und hüte Dein Glas beim Nachtclub-Besuch.
  • Hotels | Hostels:
    Nutze einen Travelsafe ®*ad, wenn Dein Zimmer keinen eigenen hat und halte Dein Gepäck im Zimmer stets verschlossen. Kombinationsschlösser für Spinde sollten besser vier Kombinationen haben, da die Dreierkombination binnen Minuten geöffnet ist. Lasse keine Wertsachen am Tisch herumliegen während Du Dich am Buffet bedienst und sieh zu dass weder Schlüssel noch Key Card einen Hinweis auf Deine Zimmernummer haben, wenn Du damit rausgehst.

    Review pacsafe Travelsafe | Der schwarze Reisesafe schützt den Inhalt durch einen Stahlnetzbeutel der durch ein Stahlseil an einem festen Gegenstand befestigt ist

    Review pacsafe Travelsafe | Der praktische Reisesafe im Einsatz

  • Autofahren:
    In Großstädten und Risikogebieten, wie z.B. Südafrika, die Türen während der Fahrt abschließen und Fenster geschlossen halten. Minimiere Haltezeiten an Ampeln oder im Stadtverkehr durch langsames heranrollen. Wähle einen dezenten Mietwagen dessen Kofferrauminhalt nicht einsehbar ist anstatt der fetten Kombi-Limousine oder des Cabrios. Wertsachen sollten nicht von außen einsichtig sein.
  • Mietwagen | Camper parken:
    Parke möglichst nicht an verlassen Orten. Nationalparks sind besonders gefährlich weil Diebe wissen, dass Du für Wanderung X mindestens ein paar Stunden brauchst. Lasse keine Wertgegenstände sichtbar liegen, dazu zählen auch Ladekabel, Sonnenbrillen usw.! Lasse das Handschuhfach leer und sichtbar geöffnet. Wenn Du Deine Sachen nicht auf die Wanderung mitnehmen willst, bietet sich der Travelsafe an um Wertsachen von außen nicht sichtbar unter dem Sitz zu verankern und es Dieben erheblich zu erschweren. Bedenke bei Autos immer, dass ein mittelprächtiger Profi keine 30 Sekunden benötigt um dieses ohne Schaden zu öffnen. Auch bei kurzen Stopps an Tankstellen oder Supermärkten ist die entsprechende Vorsicht geboten.
  • Wohnungsschlüssel:
    Lass Deinen Wohnungsschlüssel für daheim während der Reise nicht achtlos rumliegen, um zu verhindern dass dieser durch Kriminielle per Post zu Komplizen in der Heimat geschickt wird.
  • WLANs:
    Gib keine sensiblen Daten ein, wenn Du öffentliche WLANs verwendest.
  • Erstelle eine Notfallliste
    mit wichtigen Telefonnummern zur Kartensperrung, falls etwas wegkommt. Speichere diese wie auch Ausweiskopien an mehreren Orten offline und an einem online zugänglichen Ort falls ALLES weg sein sollte. Hierfür eignen sich Dropbox oder das Email-Postfach.
  • Versicherungsbedingungen:
    Mach Dich im Vorfeld mit den Bedingungen Deiner Gepäck- oder Hausratversicherung vertraut. Wenn Du Opfer wurdest hast Du dazu keine Zeit und sitzt schnell auf der Polizeistation und musst Aussagen. Minimale Details, wie z.B. ob die Sache als Überfall oder Diebstahl aufgenommen wird können entscheiden, ob Du entschädigt wirst. Da hängt eine Menge Kohle drin, wenn Dein Gepäck futsch ist und Deine Versicherung die Leistung ablehnt, weil Du die genauen Bedingungen nicht kanntest.
  • Vorab-Recherche:
    Checke vor Deiner Reise beim Auswärtigen Amt, ob es spezielle Hinweise zur Reisesicherheit Deines Zieles gibt. Meistens führt das Amt einige gängige Verbrechensarten für Dein Reiseland auf.

 

» Was tun im Notfall

Da auch die beste Prävention keinen 100%-igen Schutz gewährt, hier ein paar Empfehlungen, was Du beachten solltest, wenn Du Opfer eines Verbrechens wirst.

  • Leiste bei Überfällen keine Gegenwehr, mache keine schnellen Bewegungen, meide den unmittelbaren Blickkontakt mit dem Täter und rücke Deine Sachen heraus. Verfolge den Täter nicht und sei auf Dein körperliches Wohl bedacht. Alles Weitere lässt sich ersetzen.
  • Mache ausschließlich in Menschenmengen bei Diebstählen oder Versuchen solcher laut auf Dich und den Täter aufmerksam.
  • Bewahre Ruhe nach Diebstahl oder Überfall und erreiche einen sicheren Ort von dem aus Du auf Deine Notfallliste zugreifen kannst, im Idealfall eine Polizeistation. Sperre als erstes entwendete Kredit- und Bankkarten, dann alle weiteren relevanten Dinge, wie SIM-Cards etc.
  • Wende Dich im Notfall an die Deutsche Botschaft im Reiseland, die normalerweise 24h-Hotlines hat. Hier erfährst Du alles Notwendige zur Abwicklung, besten Vorgehensweise gegenüber Behörden und wie Du ggf. einen Muttersprachler findest der Dir mit der Anzeige und den Papieren helfen kann. Die Notfallnummer des Auswärtigen Amts für deutsche Staatsangehörige im Ausland lautet +49 30 50002000.
  • Kenne Deine Versicherungsbedingungen von Hausrat und Co. BEVOR Du offizielle polizeiliche Aussagen triffst, da sich diese Aussagen häufig nicht mehr ändern lassen. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Deine Versicherung nicht zahlt. Häufig hängt es an nur kleinen Übersetzungen, wenn der Überfall beispielsweise in der anderen Sprache als Diebstahl protokolliert wurde. Das lässt sich Wochen später wenn Deine Versicherung die Leistung verweigert meist nicht mehr gerade biegen.
  • Ist absolut ALLES weg und Du stehst ohne Papiere und Geld dar, kontaktiere die Deutsche Botschaft aus einer Polizeistation und bitte um Hilfe. Ausweiskopien, die Du im Email-Postfach oder Deiner Dropbox gespeichert hast, helfen Dir hier sehr weiter. Schnell an Dein Geld kommst Du am besten über den nicht ganz günstigen aber sehr raschen Service von Western Union. Zweigstellen finden sich meist in jedem noch so verlassenen Dorf.

» Fazit

Gute Prävention, Vorbereitung und ein wenig gesunder Menschenverstand bewahren Dich vor dem Gröbsten. Selbstverständlich soll dieser Beitrag keinesfalls einen Aufruf zum generalisierten Misstrauen im Ausland darstellen. Letztlich ist die Reisesicherheit dort meist oft nicht niedriger als in Deutschland, nur kennst Du hier intuitiv die Situationen, die es zu meiden gilt und ein Verlust Deiner Wertsachen wiegt nicht so schwer.

Genieße also Deine Reise, vertraue Deinem Bauchgefühl, tauche in die fremde Kultur ein und entspanne Dich, weil Du für jede Situation gut vorbereitet bist.

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Von |2017-11-21T15:04:11+00:0023. Februar 2017|REISEKRANKHEITEN & REISESICHERHEIT|

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