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Reisesicherheit | Die typischen Tricks und Tipps, wie Du nicht Opfer eines Verbrechens wirst

In welchen Situationen erhöhte Achtsamkeit in Sachen Reisesicherheit geboten ist, was die beliebtesten Tricks der Diebe sind, wie Du dem entgegenwirkst und was Du tun solltest wenn es Dich erwischt hast, haben wir für Dich zusammengefasst.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Kritische Orte und Situation für erhöhte Achtsamkeit.
» Bekannte Tricks & Ablenkungsmanöver.
» Prävention für mehr Reisesicherheit.
» Was tun im Notfall?
» Fazit.

Jeden auch noch so erfahrenen Reisenden erwischt es irgendwann und er wird beklaut, ausgeraubt oder betrogen. Das wundert mich wenig, wenn ich sehe wie viele Reisende mit riesigen Spiegelreflexkameras und teuren Notebooks unachtsam fast danach schreien, dieser entledigt zu werden. Gerade in ärmeren Ländern entspricht der Wert solch teurer Luxusgüter mehreren durchschnittlichen Monatsgehältern der Lokalbevölkerung. Folglich ist unachtsames Vorgehen in etwa so, als wenn jemand in Deutschland mit sinnbildlichen 20.000 € wedelnd durch die Innenstadt liefe. Natürlich gibt es niemals eine moralische Rechtfertigung für Diebstahl. Allerdings sinkt die Hemmschwelle, wenn jemand nicht weiß wie er seine Familie über die Runden bringen soll und dann ein sichtlich reicher Tourist mit der vermeintlichen Lösung all seiner Sorgen in der Öffentlichkeit herumwinkt.





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Die Mittel und Wege der Kriminellen sind annähernd künstlerisch perfektioniert bis ins letzte Detail. Prävention ist der beste Weg, gar nicht erst ins Visier der Profi-Verbrecher zu geraten. Denn hat Dich eine Bande erstmal ausgespäht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie erfolgreich sein wird.

» Kritische Orte und Situation für erhöhte Achtsamkeit

Hier eine Liste der klassischen Orte und Situationen, um auf Reisen Opfer eines Verbrechens zu werden.

  • Restaurants, Cafes, Internet-Cafes, Bars und Nachtclubs
  • Hotels & Hostels
  • Wenig belebte Gegenden, insbesondere bei Nacht
  • Armensiedlungen
  • Menschenmengen, Touristen-Hotspots, Bahnhöfe, Flughäfen, Busbahnhöfe, öffentliche Toiletten
  • Fahrstühle, Rollentreppen, Kaufhäuser, insbesondere Schuhläden
  • Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxifahrten
  • Fahren mit oder Parken von Mietwagen | Campern, Halten an Kreuzungen oder im Stadtverkehr
  • Bezahlvorgänge in der Öffentlichkeit
  • Schlafen bei Wartezeiten an öffentlichen Orten
  • Geld abheben am Automaten
Uruguay | Montevideo, Die heruntergekommenen Nebenstraßen der Ciudad Vieja sollte man zu jeder Tageszeit aus Sicherheitsgründen lieber meiden, hier eine menschenleere Straße mit vergitterten Türen

Uruguay | Montevideo, Die heruntergekommenen Nebenstraßen der Ciudad Vieja sollte man zu jeder Tageszeit aus Sicherheitsgründen lieber meiden

» Bekannte Tricks & Ablenkungsmanöver

 Hier ein paar der beliebtesten Tricks auf die Du nicht mehr hereinfällst, wenn Du sie einmal gelesen hast.

  • Scheinbar verlorenes Geld oder Gegenstände auf dem Boden
    ⇒ Gefahr, dass Du beim danach Bücken bestohlen wirst oder nach Aufheben des Diebstahls bezichtigt wirst.
  • „Versehentliches“ Beschmieren Deiner Klamotten, z.B. durch Senf, Taubenkot oder Putzeimer-Dreck, der aus dem Fenster gekippt wird
    ⇒ Ablenkungsmanöver um Dich beim Wegtupfen zu bestehlen.
  • K.O.-Tropfen in Getränken oder Nahrungsmitteln, teilweise sogar auf verteilten Flyern über die Haut aufgenommen
    ⇒ Betäubung für Raub, Vergewaltigung oder Express-Kidnappings.
  • Vermeintliche Bekannte, scheinbar andere nach dem Weg fragende Touristen z.B. mit großer Straßenkarte
    ⇒ Vorbereitung zum Raub, Diebstahl oder Betrug.
  • Vermeintlich ausgeraubter Tourist bittet um Hilfe
    ⇒ Profis, die auf Dein gut gemeintes Geld aus sind. Verweise den “Bestohlenen” darauf, doch seine Botschaft zu kontaktieren.
  • Roller- oder Motorradfahrer
    ⇒ Diebstahl von Taschen im Vorbeifahren.
  • Hütchenspieler
    ⇒ Die Beisteher sind Komplizen. Du wirst Dein Geld verlieren, wenn Du mitspielst.
  • Angebot und Auffächern von Postkarten oder Straßenkarten
    ⇒ Karten verdecken Dein auf dem Tisch liegendes Handy o.ä., welches dann den Besitzer wechselt.
  • Vordrängler Sicherheitsschlange Flughäfen
    ⇒Du verlierst Deine Wertsachen auf dem Sicherheitsband aus dem Auge, welche dann gestohlen werden.
  • Berührungen Knöchel, Bein o.ä. in Menschenmengen
    ⇒ Du erschrickst und machst eine ungeplante Bewegung während der Du bestohlen wirst.
  • Vordermann verliert Gegenstand auf Rolltreppe oder im Fahrstuhl und sorgt für Rückstau
    ⇒ Du wirst in der hektischen Situation von einer weiteren Person beklaut, während Du versuchst im Gemenge Dein Gleichgewicht zu halten.
  • Geldwechsel auf der Straße
    ⇒ Falsch abgezähltes Geld oder Gefahr der Verhaftung durch involvierte korrupte Polizisten.
  • Betteln nach „ein paar Münzen“
    ⇒ Du willst nur ein wenig Kleingeld spenden, wirst aber Deines Portemonnaies oder größerer Geldmengen entledigt.
  • Geldautomaten Karten ausspähen
    ⇒ Karte wird kopiert und Dein Konto leergeräumt.
  • Restaurant- und Hotelbuffets
    ⇒ Diebstahl wenn Handy oder Kamera beim Buffetbesuch im scheinbar sicheren Hotel am Platz herumliegen.
  • Autopannen, Unfälle oder Hinweis auf Defekt am Fahrzeug
    ⇒ Gefahr von Diebstahl oder Raub wenn Du jemandem helfen willst oder umgekehrt.
  • Bahnhöfe und Busbahnhöfe
    Beim Warten verwickelt Dich Dein Sitznachbar in ein Gespräch oder bedrängt Dich überraschend. Während Deiner spontanen Abwehrbewegung wird Deine Tasche von einem zweiten Beteiligten gestohlen. Häufig sind auf Dritte beteiligt, die für weitere Ablenkung zum Beispiel durch fingierte Streitgespräche sorgen.
  • Antanz-Trick
    Eine Person tanzt um Dich herum und verwickelt Dich in einen Tanz während er Dich beklaut. Beliebt in Vergnügungsvierteln.
  • Alle Situationen in denen Du vermeintlich unbemerkt zu spontanen, intuitiven Bewegungen provoziert wirst, z.B. Stolpern, Schubsen, Drängeln etc.
    ⇒ Bewusste Ablenkungsmanöver für Taschendiebstähle
Reisesicherheit | Durch das Befolgen einiger Tipps lässt sich Diebstahl auf Reisen meist vorbeugen

Reisesicherheit | Durch das Befolgen einiger Tipps lässt sich Diebstahl auf Reisen meist vorbeugen

 » Prävention für mehr Reisesicherheit

  • Unauffälliges Verhalten:
    KEINE teuren Uhren, Klamotten, Schmuck, Handys, etc. in der Öffentlichkeit herumschwenken oder großspurige Mietwagen fahren. Lächle, strahle Selbstbewusstsein aus und lass Dir nicht anmerken, wenn Du nervös wirst.
  • Meiden unübersichtlicher Situation:
    Überfüllte Märkte, riesige Warteschlangen, Touristen-Hotspots und Großveranstaltungen solltest Du nicht mit Deinem gesamten Hab und Gut in der Tasche besuchen. Sei an solchen Orten besonders achtsam und halte Unbekannte auf Abstand. Ein kurzer Moment der Ablenkung kann entscheidend sein.
  • Achtsamkeit mit Wertsachen:
    Überlege genau, wann und wo Du Laptops, Ausweise, Kreditkarten usw. in der Öffentlichkeit herausholst. Entwickle ein Bewusstsein dafür ggf. ausgespäht zu werden.
  • Tragen Deiner Wertsachen:
    Das Portemonnaie gehört in die engste und tiefste Tasche an der Körpervorderseite. Besser noch verwendest Du ein Fake oder Tagesportemonnaie (siehe Abb.) mit einer abgelaufenen Kreditkarte und etwas Bargeld für den Tagesbedarf während der restliche Inhalt im Hotelsafe und/oder im Money Belt vorne unter Deiner Kleidung ist. Versuche, dass dieser Aufbewahrungsort sich nicht unter Deiner Kleidung nach außen abzeichnet.
  • Handtaschen & Rucksäcke:
    Immer eng vorne am Körper tragen mit dem Reißverschluss in Deinem unmittelbaren Blickfeld. Sichere Reißverschlüsse mit Gummiband & Büroklammer (siehe Abb.) oder kleinen Schlössern und spaziere nicht am Rande des Gehsteiges zur Straße (Motorroller-Raub!). Behalte Taschen und Rucksäcke auch in Restaurants und Cafés immer auf Deinem Schoß ggf. mit dem Gurt um Deinen Arm.
  • Aufteilung Deiner Wertsachen:
    Verteile Ausweise, Ausweiskopien, Bargeld, Kreditkarten, etc. geschickt auf verschiedene Orte Deines Gepäcks, um nie ganz ohne etwas dazustehen. Wird Dir z.B. Dein Portemonnaie in der Stadt geklaut, hast Du weiteres Bargeld oder Kreditkarten im Hotel deponiert und umgekehrt.
  • Vorausplanung bei viel Gepäck:
    Hast Du Dein gesamtes Gepäck dabei, bedenke, dass Du ein unbewegliches leichtes Ziel bist. Halte beide Hände stets frei und plane Deinen Weg aus sicherer Position bevor Du Dich vollbeladen in das Getümmel einer Großstadt stürzt. Vermeide Situationen in denen Du mit Deinem teuren Smartphone nach dem Weg schauen musst oder dem prallgefüllten Geldbeutel herumwinkst. Überleg Dir vorher, was Du wann und wo brauchst und positioniere es so, dass Du nicht in der Öffentlichkeit Deinen gesamten Hausrat auseinandernehmen musst.
  • Drei Karten, drei Konten:
    Habe mindestens drei Kreditkarten auf Reisen dabei, die von unterschiedlichen Banken sind. Im Idealfall ist beides dabei, VISA- und Mastercard. Verteile diese auf Dein Gepäck, sodass Du immer ein Back-Up hast.
  • Nachtzüge, Busse und Flüge:
    Sichere Deine Sachen während der Fahrt insbesondere wenn Du schläfst, z.B. mit einem Travelsafe. Das gilt auch während eines Langstreckenflugs. Wache deutlich vor Ankunft auf um nicht halb schlaftrunken mit Deinem ganzen Gepäck aus Zug oder Bus zu wackeln, weil Dich das zur perfekten Zielscheibe für Diebstahl macht.
  • Bargeldbeschaffung:
    Kein schwarzes Geldwechseln auf der Straße! Checke Geldautomaten auf Manipulation und gib Deine PIN nur verdeckt ein. Schaue, ob Dich jemand beobachtet und bitte diesen ggf. Abstand zu wahren. Wird Deine Karte vom Automaten eingezogen, sperre sie umgehend! Spuckt der Automat ohne Fehlermeldung kein Geld aus, obwohl Du den Zählvorgang hörst, rufe ggf. die Polizei, da der Automat manipuliert sein könnte. Gib niemals Deine PIN am vermeintlichen Türöffner ein. Behalte Deinen Kontostand regelmäßig im Hinblick auf betrügerische Abbuchungen im Auge. 
    Unsere Tipps, wie Du weltweit kostenlos Geld abheben kannst, kannst Du hier lesen: Die Reise-Kreditkarte | Tipps wie Du keine Gebühren zahlst und immer an Dein Geld kommst. Als Reise-Kreditkarte empfehlen können wir die Santander 1plus Visa Card *ad, die wir als kostenlose Erstkarte samt Partnerkarte verwenden und die DKB-VISA-Card *ad als unsere Zweitkarte und Back-Up.
  • Bezahlen:
    Behalte Deine Karte immer im Auge und achte darauf, ob Du von Umstehenden beobachtet wirst. Belege solltest Du stets gut aufbewahren oder auf Langzeitreisen zumindest mit dem Handy abfotografieren.
  • Essen, Getränke und Flyer:
    Sei in entsprechend unsicheren Ländern auf K.O.-Tropfen gefasst. Nimm keine Speisen, Getränke oder Flyer von Fremden an und hüte Dein Glas beim Nachtclub-Besuch.
  • Hotels | Hostels:
    Nutze einen Travelsafe ®*ad, wenn Dein Zimmer keinen eigenen hat und halte Dein Gepäck im Zimmer stets verschlossen. Kombinationsschlösser für Spinde sollten besser vier Kombinationen haben, da die Dreierkombination binnen Minuten geöffnet ist. Lasse keine Wertsachen am Tisch herumliegen während Du Dich am Buffet bedienst und sieh zu dass weder Schlüssel noch Key Card einen Hinweis auf Deine Zimmernummer haben, wenn Du damit rausgehst.

    Review pacsafe Travelsafe | Der schwarze Reisesafe schützt den Inhalt durch einen Stahlnetzbeutel der durch ein Stahlseil an einem festen Gegenstand befestigt ist

    Review pacsafe Travelsafe | Der praktische Reisesafe im Einsatz

  • Autofahren:
    In Großstädten und Risikogebieten, wie z.B. Südafrika, die Türen während der Fahrt abschließen und Fenster geschlossen halten. Minimiere Haltezeiten an Ampeln oder im Stadtverkehr durch langsames heranrollen. Wähle einen dezenten Mietwagen dessen Kofferrauminhalt nicht einsehbar ist anstatt der fetten Kombi-Limousine oder des Cabrios. Wertsachen sollten nicht von außen einsichtig sein.
  • Mietwagen | Camper parken:
    Parke möglichst nicht an verlassen Orten. Nationalparks sind besonders gefährlich weil Diebe wissen, dass Du für Wanderung X mindestens ein paar Stunden brauchst. Lasse keine Wertgegenstände sichtbar liegen, dazu zählen auch Ladekabel, Sonnenbrillen usw.! Lasse das Handschuhfach leer und sichtbar geöffnet. Wenn Du Deine Sachen nicht auf die Wanderung mitnehmen willst, bietet sich der Travelsafe an um Wertsachen von außen nicht sichtbar unter dem Sitz zu verankern und es Dieben erheblich zu erschweren. Bedenke bei Autos immer, dass ein mittelprächtiger Profi keine 30 Sekunden benötigt um dieses ohne Schaden zu öffnen. Auch bei kurzen Stopps an Tankstellen oder Supermärkten ist die entsprechende Vorsicht geboten.
  • Wohnungsschlüssel:
    Lass Deinen Wohnungsschlüssel für daheim während der Reise nicht achtlos rumliegen, um zu verhindern dass dieser durch Kriminielle per Post zu Komplizen in der Heimat geschickt wird.
  • WLANs:
    Gib keine sensiblen Daten ein, wenn Du öffentliche WLANs verwendest. Noch besser verwendest Du in öffentlichen Netzwerken immer einen sog. VPN, sodass Deine sensible Daten, wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen nicht abgegriffen werden können. Für das sichere Verwenden von Internetverbindungen auf Reisen empfehlen wir den VPN-Anbieter ExpressVPN *ad.

    Dienstleister, wie ExpressVPN, bieten weltweit zahlreiche Server-Standorte für den uneingeschränkten Internetzugang

    Dienstleister, wie ExpressVPN, bieten weltweit zahlreiche Server-Standorte für den uneingeschränkten Internetzugang

  • Erstelle eine Notfallliste
    mit wichtigen Telefonnummern zur Kartensperrung, falls etwas wegkommt. Speichere diese wie auch Ausweiskopien an mehreren Orten offline und an einem online zugänglichen Ort falls ALLES weg sein sollte. Hierfür eignen sich Dropbox oder das Email-Postfach.
  • Versicherungsbedingungen:
    Mach Dich im Vorfeld mit den Bedingungen Deiner Gepäck- oder Hausratversicherung vertraut. Wenn Du Opfer wurdest hast Du dazu keine Zeit und sitzt schnell auf der Polizeistation und musst Aussagen. Minimale Details, wie z.B. ob die Sache als Überfall oder Diebstahl aufgenommen wird können entscheiden, ob Du entschädigt wirst. Da hängt eine Menge Kohle drin, wenn Dein Gepäck futsch ist und Deine Versicherung die Leistung ablehnt, weil Du die genauen Bedingungen nicht kanntest.
  • Vorab-Recherche:
    Checke vor Deiner Reise beim Auswärtigen Amt, ob es spezielle Hinweise zur Reisesicherheit Deines Zieles gibt. Meistens führt das Amt einige gängige Verbrechensarten für Dein Reiseland auf.

 

» Was tun im Notfall

Da auch die beste Prävention keinen 100%-igen Schutz gewährt, hier ein paar Empfehlungen, was Du beachten solltest, wenn Du Opfer eines Verbrechens wirst.

  • Leiste bei Überfällen keine Gegenwehr, mache keine schnellen Bewegungen, meide den unmittelbaren Blickkontakt mit dem Täter und rücke Deine Sachen heraus. Verfolge den Täter nicht und sei auf Dein körperliches Wohl bedacht. Alles Weitere lässt sich ersetzen.
  • Mache ausschließlich in Menschenmengen bei Diebstählen oder Versuchen solcher laut auf Dich und den Täter aufmerksam.
  • Bewahre Ruhe nach Diebstahl oder Überfall und erreiche einen sicheren Ort von dem aus Du auf Deine Notfallliste zugreifen kannst, im Idealfall eine Polizeistation. Sperre als erstes entwendete Kredit- und Bankkarten, dann alle weiteren relevanten Dinge, wie SIM-Cards etc.
  • Wende Dich im Notfall an die Deutsche Botschaft im Reiseland, die normalerweise 24h-Hotlines hat. Hier erfährst Du alles Notwendige zur Abwicklung, besten Vorgehensweise gegenüber Behörden und wie Du ggf. einen Muttersprachler findest der Dir mit der Anzeige und den Papieren helfen kann. Die Notfallnummer des Auswärtigen Amts für deutsche Staatsangehörige im Ausland lautet +49 30 50002000.
  • Kenne Deine Versicherungsbedingungen von Hausrat und Co. BEVOR Du offizielle polizeiliche Aussagen triffst, da sich diese Aussagen häufig nicht mehr ändern lassen. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Deine Versicherung nicht zahlt. Häufig hängt es an nur kleinen Übersetzungen, wenn der Überfall beispielsweise in der anderen Sprache als Diebstahl protokolliert wurde. Das lässt sich Wochen später wenn Deine Versicherung die Leistung verweigert meist nicht mehr gerade biegen.
  • Ist absolut ALLES weg und Du stehst ohne Papiere und Geld dar, kontaktiere die Deutsche Botschaft aus einer Polizeistation und bitte um Hilfe. Ausweiskopien, die Du im Email-Postfach oder Deiner Dropbox gespeichert hast, helfen Dir hier sehr weiter. Schnell an Dein Geld kommst Du am besten über den nicht ganz günstigen aber sehr raschen Service von Western Union. Zweigstellen finden sich meist in jedem noch so verlassenen Dorf.
Sicherheit Reisen: Im Falle eines Überfalls solltest Du keinen Widerstand leisten

Sicherheit Reisen: Im Falle eines Überfalls solltest Du keinen Widerstand leisten

» Fazit

Gute Prävention, Vorbereitung und ein wenig gesunder Menschenverstand bewahren Dich vor dem Gröbsten. Selbstverständlich soll dieser Beitrag keinesfalls einen Aufruf zum generalisierten Misstrauen im Ausland darstellen. Letztlich ist die Reisesicherheit dort meist oft nicht niedriger als in Deutschland, nur kennst Du hier intuitiv die Situationen, die es zu meiden gilt und ein Verlust Deiner Wertsachen wiegt nicht so schwer.

Genieße also Deine Reise, vertraue Deinem Bauchgefühl, tauche in die fremde Kultur ein und entspanne Dich, weil Du für jede Situation gut vorbereitet bist.

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Im FLASHPACKER TRAVELGUIDE verwenden wir sog. Affiliate-Links (Werbelinks), die auf die Angebote externer Webseiten (z.B. Amazon) führen. Wenn Du diesen Links folgst und ein Produkt beim jeweiligen Anbieter erwirbst, hilfst Du uns sehr ohne dadurch einen Nachteil zu haben. Für Dich bleibt der Preis durch die Weiterleitung unverändert. Für uns steckt allerdings ein kleiner Vermittler-Bonus dahinter, der es uns weiterhin ermöglicht, Dich als umfassende Quelle mit Tipps und Infos zu Klimadaten, Stromadaptern, Sicherheit, Gesundheit, Highlights & Sehenswürdigkeiten, aber auch zum Lebensgefühl eines jeweiligen Landes zu inspirieren. Alle Affiliate-Links sind in unserem Reiseguide durch ein [*ad] gekennzeichnet. Wir empfehlen oder bewerten grundsätzlich nur Produkte, die wir selbst verwenden oder verwendet haben. Unsere Produkttests erfolgen stets unabhängig ohne Hersteller- oder Verkäuferunterstützung oder -vorgaben. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, weisen wir Euch entsprechend darauf hin.

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Reiseapotheke | Gut vorbereitet für den Notfall

Die Checkliste einer Reiseapotheke ist eine Gratwanderung zwischen einem paranoid großen Medikamentensack oder nur dem Nötigsten als Inhalt. Die Entscheidung für den Inhalt ist maßgeblich von zwei Faktoren abhängig. Einerseits von Deinem Reiseziel und Reiseprofil, auf der anderen Seite von Deiner persönlichen Coolness oder Entspanntheit, Dinge vor Ort lösen zu können.

Was Du auf jeden Fall dabei haben solltest, Checklisten für rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente, Tipps zum Thema Mückenschutz sowie generelle Tipps zur Reiseapotheke findest Du hier.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Touristisch erschlossene und nicht erschlossene Gebiete.
» Grundlegendes Inventar einer Reiseapotheke.
» Checkliste: Hilfreich & rezeptfrei, Inhalt je nach individuellem Reiseprofil.
» Checkliste: Verschreibungspflichtige Medikamente.
» Mückenschutz in Risikogebieten.
» Generelle Tipps zur Reiseapotheke.
» Fazit.

» Touristisch erschlossene Gebiete

Für die Metropolen dieser Welt und weitgehend touristisch erschlossenen Gebiete, brauchst Du theoretisch häufig nicht mal eine Reiseapotheke geschweige denn eine Checkliste. In vielen Ländern weltweit erhältst Du in renommierten Apotheken so ziemlich alles und noch dazu rezeptfrei.

» Touristisch nicht erschlossene Gebiete

Anders sieht’s natürlich aus, wenn Du beispielsweise ins bolivianische Hochland oder andere abenteuerliche Ziele reist. An solchen Destinationen hast Du das Problem, dass einerseits keine Apotheke in der Nähe sein könnte und wenn Du eine findest, diese nicht gut ausgestattet ist. Gerade in diesen Fällen kommt der durchdacht bestückten Reiseapotheke eine entscheidende Bedeutung zu, die nicht zuletzt lebensrettend sein kann.

Mein persönliches Naturell ist es vorsichtig zu sein bei Reisen in entsprechende Länder, sodass ich grundsätzlich eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitschleppe. Wirklich gebraucht habe ich diese zum Glück bisher kaum.

» Grundlegendes Inventar einer Reiseapotheke

  • Dauermedikation und Medikamente die Du regelmäßig brauchst in ausreichender Menge
  • Hygiene & Desinfektion: Einmalhandschuhe *ad, Sterillium *ad
  • Verbandsmaterial *ad: verschieden große Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, elastische Binden, Fixierpflaster, Pinzette & Schere
  • Wunddesinfektion, z.B. Octenisept *ad, Betaisodona *ad (Polividon-Jod)
  • Digitales Fieberthermometer*ad aus Plastik
  • Schmerzmittel & Fiebersenker, z.B. Paracetamol *ad, Ibuprofen *ad (Verzicht auf Acetylsalicylsäure oder Diclofenac in Gebieten mit hämorrhagischen Fieber, wie Dengue)
  • Medizinisch schlecht versorgte Länder: Einmalspritzen und Kanülen samt Alkoholtupfer nach Arztempfehlung (internationales Zollschreiben vom Arzt empfohlen!)

» Checkliste: Hilfreich & rezeptfrei, Inhalt je nach individuellem Reiseprofil

AnwendungsgebietName (Beispielprodukt)Wirkstoff
Hustenlöser ACC® akut *ad Mucosolvan® *adAcetylcystein
Ambroxol
Allergie | Juckreiz Cetirizin HEXAL® *ad Lorano® akut *ad FeniHydrocort® Creme *adCetirizin
Loratadin
Hydrocortison
Insektenstich | Juckreiz Fenistil® Gel *ad AZARON ® Stift *adDimetinden
Tripelennamin
Durchfall (Ausgleich Flüssigkeitsverlust) Elotrans® Pulver *adGlucose & diverse
Elektrolyte
Durchfall (symptomatisch) Loperamid STADA® akut *ad IMODIUM® akut *adLoperamid
Übelkeit | Erbrechen |
Reiseübelkeit
Vomex A® *ad SUPERPEP® Kaugummis *adDimenhydrinat
Sodbrennen Maaloxan® *ad Talcid® *addiverse
Hydrotalcit
Krampfartige Schmerzen
(z.B. Bauch, Blase, Nieren)
Buscopan® PLUS *adButylscopolamin
Paracetamol
Pilzinfektion (Mykose) Canesten® Extra *ad Canesten® GYN *adBifonazol
Clotrimazol
Augentropfen (nicht-infektiöse Reizung) Berberil® N EDO *ad
Einzeldosispipetten Visine® Yxin® *ad
Tetryzolin
Nasentropfen | Nasensprays Otriven® *ad Rhinomer® *adXylometazolin
Isotonisiertes Meerwasser
Halsschmerzen Mucoangin® *ad neo-angin® *ad Lemocin® *adAmbroxol
Wirkstoffkombination
Wirkstoffkombination
Lippenherpes Zovirax® *adAciclovir
Wundheilung Bepanthen® Heilsalbe *ad Zinksalbe-CT *adDexpanthenol
Zinkoxid
Prellungen | Rückenschmerzen Voltaren Schmerzgel® *adDiclofenac-Diethylaminsalz
Leichte Verbrennung | Sonnenbrand Panthenol Spray *ad Bepanthen® Schaumspray *adDexpanthenol

» Checkliste: Verschreibungspflichtige Medikamente 

AnwendungsgebietName (Beispielprodukt)Wirkstoff
Breitbandantibiotikum Individuelle ärztliche Beratung erforderlich Individuelle ärztliche Beratung erforderlich (z.B. Amoxicilin, Azithromycin, Ciprofloxacin)
Malariaprophylaxe bzw. Standby-Medikament Individuelle ärztliche Beratung gemäß Reiseprofil und Erreger erforderlich Individuelle ärztliche Beratung erforderlich
Hustenblocker Paracodin® Dihydrocodein
Antibiotische Augentropen Ofloxacin-ratiopharm® Ofloxacin
Durchfall (symptomatisch)Tiorfan®Racecadotril

» Mückenschutz in Risikogebieten

Mückenschutz | Es gibt verschiedene inländische und ausländische Sorten von Hautspray mit DEET

Mückenschutz | Bei Reisen in Risikogebiete gehört Hautspray mit DEET meist zum Inhalt der Reiseapotheke

Reiseapotheke | Ein aufgespanntes Moskitonetzes in den Tropen gehört zum Inhalt jeder Checkliste bei Reisen in Risikogebiete

Reiseapotheke | Auf der persönlichen Checkliste sollte bei Reisen in Risikogebiete auch immer ein imprägniertes Moskitonetz zum Inhalt gehören

» Generelle Tipps zur Reiseapotheke

  • Achte auf die Haltbarkeit und korrekte Lagerung von Medikamenten. In den Tropen sollten diese vor Feuchtigkeit und Hitze geschützt sein.
  • Teile für Dich wichtige Dauermedikationen auf Handgepäck und eingechecktes Gepäck auf.
  • Für den Zoll solltest Du Dir von Deinem Arzt für rezeptpflichtige Medikamente sowie ggf. Kanülen ein englischsprachiges Attest ausstellen lassen. Ein Formular hierfür hat jeder Reisemediziner, Du findest es aber auch hier: zum Formular.
  • Erkundige Dich ob es für Dein Reiseland spezielle Einfuhrbestimmungen für mitgeführte Medikamente gibt.
  • Befrage Deinen Arzt wie Du mit der Zeitverschiebung im Hinblick auf Dauermedikation umgehen sollst, z.B. bei der Pille.
  • Frage Deinen Arzt, ob er Dir den Einsatz von Thrombosestrümpfe bei langen Flügen empfiehlt.
  • Frage in der Apotheke immer auch nach günstigen gleichwertigen Generika.
  • Sei vorsichtig mit Apotheken im Ausland und versuche renommierte internationale Ketten zu finden, um das Risiko von Fälschungen zu vermeiden.
  • Erstelle eine Checkliste für den Inhalt Deiner persönlichen Reiseapotheke
  • Achte darauf eine gute Auslandreisekrankenversicherung einschließlich Notfallrücktransport abzuschließen.

Fazit

Die Bedeutung vom Inhalt einer gut geplanten Reiseapotheke wird unter Reisenden häufig unterschätzt.

Da ein Besuch beim Arzt oder besser Tropenmediziner grundsätzlich vor Reiseantritt in entsprechende Regionen empfohlen ist, solltest Du den Doc bei der Gelegenheit auch gleich zu Deiner Reiseapotheke befragen. Dieser kann Dich zu benötigten Präparaten, der korrekten Dosierung für Kinder und Erwachsene und individuell über Risiken, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen informieren. Er kann Dir auch gleich Rezepte für den verschreibungspflichtigen Teil Deiner Reiseapotheke ausstellen. Eine Liste auf Reisen spezialisierter Ärzte und Apotheken in Deiner Umgebung findest Du bei crm.de.

Die obenstehende Liste an Medikamenten dient lediglich der allgemeinen Information gesunder Erwachsener, die notwendige Beratung hierzu kann und darf nur durch einen Arzt erfolgen. Insbesondere für Kinder und Schwangere können diese Medikamente ungeeignet sein.
Auch sollte die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamenten außer in äußersten Notfällen, bei keinem Zugang zu ärztlicher Versorgung in 24h, nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Eine Haftung des Verfassers ist ausdrücklich ausgeschlossen.

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Dengue, Malaria, Zika & Co. | 3 Schritte zum optimalen Mückenschutz in den Tropen

Dich in Sachen Mückenschutz auf eine Tropenreise vorzubereiten ist kein Hexenwerk. Mit diesen drei Schritten bist Du perfekt gerüstet, um das Risiko einer durch Mückenstiche übertragenen Erkrankung so klein wie möglich zu halten und Deine Tour in vollen Zügen zu genießen.

Hinweis:
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Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Schritt 1: Die Recherche.
» Schritt 2: Arztbesuch & Impfungen.
» Schritt 3: Der optimale Mückenschutz.
» Fazit.

» Schritt 1: Die Recherche

 Zuallererst gilt es zu ermitteln, welche Krankheiten im Reiseland regelmäßig durch Mückenstiche übertragen werden.

Folgende vier Quellen geben Dir ein ausführliches Bild:

  • Auswärtiges Amt

    Beim Auswärtigen Amt erfährst Du zusammenfassend und zeitaktuell, welche Sicherheits- und Krankheitsrisiken im Reiseland bestehen und ob guter Mückenschutz notwendig ist. Existieren relevante Krankheiten, geht es in den nächsten zwei Schritten darum, das Ausmaß in Deiner Reiseregion besser einschätzen zu können.

  • fit for travel

    Bei fit for travel erhältst Du eine detailliertere Einschätzung des Risikos, insbesondere hinsichtlich Malaria und vieler weiterer Krankheiten. Sinnvoll ist es auch, sich die News hierzu durchzulesen. Gerade bei Dengue treten an den verschiedensten Orten alle paar Jahre wieder Epidemien auf, die das Risiko für Mückenstiche und Erkrankungen deutlich erhöhen.

  • healthmap.org

    Eine tolle Übersicht zeitaktueller Meldungen renommierter weltweiter Quellen findest Du auf healthmap.org. Über die Suchfunktion kannst Du länderspezifische Nachrichten zu Krankheitsausbrüchen filtern und herausfinden. Healthmap.org ist allerdings englischsprachig und richtet sich eher an den medizinisch Vorgebildeten. Für den klassischen Reisenden in Touristengebieten reichen die Informationen vom Auswärtigen Amt und fit for travel bereits.

  • Klimadatenbank

    Unsere Klimadatenbank gibt Dir einen Eindruck, wann, wo in Deinem Reiseziel Regenzeit herrscht, was das Risiko für Mückenstiche und durch Mücken übertragene Krankheiten erhöht, aber selbstverständlich nicht automatisch ein Ausschlusskriterium bedeutet.

Die Lage zu kennen und einzuschätzen macht einen riesigen Unterschied. Während Du vielleicht zur Trockenzeit mit wenigen aktiven Mücken einen guten Mückenschutz durch regelmäßiges Einsprühen erreichst, sieht es zur Regenzeit oder während einer Epidemie schon deutlich anders aus. Außerdem gibt Dir eine Recherche auch die Möglichkeit, Dein Reiseziel zu überdenken, da unser Planet uns eine schier unerschöpfliche Auswahl wunderschöner Orte bietet. Es muss nicht immer unbedingt ein Hochrisikogebiet für Malaria während der Regenzeit sein. Schon gar nicht mit Kindern.





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» Schritt 2: Arztbesuch & Impfungen

Auch wenn Du nun gut informiert bist, kommst Du um einen Arztbesuch nicht herum. Informationen geben Dir zwar einen guten Eindruck über die Lage, können aber eine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker niemals ersetzen. Im Idealfall findest Du einen Tropenmediziner in Deiner Umgebung, der Dich in Abhängigkeit Deiner körperlichen Verfassung und Deines Reisestils individuell berät.
Da für viele Länder zusätzlich Impfungen notwendig sind, gehe frühzeitig zum Arzt um ausreichend Vorlauf hierfür zu ermöglichen.

» Schritt 3: Der optimale Mückenschutz

Der perfekte Mückenschutz besteht einerseits aus Impfungen (z.B. gegen Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis) und/oder medikamentösen Prophylaxen (z.B. gegen Malaria) über die Dich Dein Arzt informieren wird. Da diese medikamentöse Prophylaxe teilweise nur bedingt schützt oder Du Dich gegen viele Krankheiten wie Dengue nicht impfen lassen kannst, kommt der sogenannten Expositionsprophylaxe eine entscheidende Rolle zu. Möglichst wenige Mückenstiche einzufangen ist schließlich der effektivste Mückenschutz.

Hierbei geht es darum, gar nicht erst gestochen zu werden bzw. die Zahl der Stiche und damit auch das Risiko einer Krankheitsübertragung zu minimieren.

Möglichkeiten zum Mückenschutz samt Bewertung:

  • Klimaanlagen

    Klimaanlagen lassen Dich in der Tropenhitze nicht nur entspannter schlafen, sondern halten durch die niedrigeren Temperaturen auch Moskitos fern. Allerdings sind sie niemals ein alleiniges Allheilmittel.

» Bewertung: top, wenn es das Budget erlaubt.

  • Moskitonetz

    Ein gutes leichtes Moskitonetz gehört in das Reisegepäck JEDES Tropenreisenden. Bei richtiger Verwendung und in imprägnierter Form schützt es Dich und lässt Dich auch außerhalb von Risikogebieten ruhig ohne Mückenstiche schlafen. In chic aussehenden klimatisierten Hotelzimmern ist die Notwendigkeit nicht geringer. Gerade in Städten und urbanen Regionen mit viel klarem Süßwasser nistet die Tigermücke, ein Hauptüberträger diverser Krankheiten wie u.a. Dengue. Sie hat keinerlei Präferenzen hinsichtlich Hotelkategorien, auch wenn viele gute Unterkünfte aktiv gegen Nistplätze vorgehen. Das weißt Du allerdings nie. Hier ein spezieller Guide, welches Reise-Moskitonetz Du wie quasi überall aufhängen kannst.

    Wir waren jahrelang mit dem Care Plus Moskitonetz Combibox imprägniert*ad  sehr zufrieden. Derzeit verwenden und empfehlen wir das GlisGlis Cube*ad in der imprägnierten Blue Edition. Mehr dazu auch in unserem Beitrag Moskitonetz 2.0? Das GlisGlis Cube im Langzeit-Test.

» Bewertung: elementar wichtig

  • Hautschutz

    Das Einsprühen oder Eincremen ist elementar wichtiger Mückenschutz gerade in Risikogebieten der Tropen und gehört zum Tagesablauf wie das Zähneputzen. Es muss am Tag und in der Nacht erfolgen, da verschiedene Mückenarten unterschiedlich aktiv sind. Es gibt zahlreiche Mittel, von denen DEET in den Tropen für mich das Mittel der Wahl ist um Mückenstiche abzuwenden. Der Preis für die Wirksamkeit sind allerdings potentielle Nebenwirkungen von DEET, denen wir einen eigenen Artikel gewidmet haben. Bei Schwangerschaft, in der Stillzeit oder für Kinder gelten zudem spezielle Einschränkungen, hinsichtlicher derer Du Dich von Deinem Arzt und Apotheker beraten lassen solltest.

    Für mich als gesunden Erwachsenen habe ich folgende Strategie:
    In Risikogebieten wende ich regelmäßig DEET-Produkte, wie z.B. NOBITE*ad, an. Die Konzentration sollte bei mindestens 20% liegen und ist wie beim Sonnenschutz der Indikator für die Wirkungsdauer, d.h. je höher die Konzentration desto länger (aber eben nicht stärker) der Schutz. 50% DEET stellt für mich auch in Hochrisikogebieten die Obergrenze dar. Ein theoretisch 12-stündiger Mückenschutz bei über 50% DEET ist in der Realität schwer umzusetzen, da man durch Schwitzen, Baden oder den Einsatz von Sonnencremes die Wirksamkeit nicht über einen so langen Zeitraum aufrechterhalten kann und den Schutz somit ohnehin regelmäßig erneuern muss. Den Sonnenschutz übrigens immer vor dem Mückenschutz auftragen!
    Mit NOBITE*ad oder Anti Brumm Forte*ad kannst Du Dich vor einer 2-3-wöchigen Urlaubsreise entspannt eindecken, da gerade in Südostasien hochdosierte DEET-Produkte nicht immer zu bekommen sind. Für Langzeitreisende, die sich nicht über Monate mit DEET einnebeln können, findest Du unten noch Tipps.

» Bewertung: elementar wichtig

Mückenschutz | Es gibt verschiedene inländische und ausländische Sorten von Hautspray mit DEET

Mückenschutz | Es gibt verschiedene inländische und ausländische Sorten von Hautspray mit DEET

  • Klamotten

    Lange helle Klamotten und feste Schuhe werden immer wieder zum Mückenschutz empfohlen, was allerdings bei 38 °C in Südostasien häufig eine Tortur darstellt. Ich trage zu den Dämmerungsstunden zwar auch längere Sachen wenn es nicht zu heiß ist, aber grundsätzlich präferiere ich konsequenten Hautschutz kombiniert mit durch Permethrin*ad imprägnierten kurzen Klamotten. Zum Imprägnieren gibt es spezielle Kleidungssprays*ad oder Verdünner*ad.

» Bewertung: Imprägnierung aller Klamotten top, lange Klamotten sehr gut gegen Mückenstiche, aber in heißen Ländern nicht immer realisierbar.

  • Räucherspiralen und Biozidverdampfer

    Aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Wirkung sind Räucherspiralen mit Insektiziden in Innenräumen üblicherweise nicht anzuwenden. Draußen können sie in Abwägung zu den Gesundheitsrisiken hilfreich sein, besonders dann wenn eine massive Mückenplage vorliegt. Biozidverdampfer dagegen verteilen Insektizide in der Luft eines Raumes. Je nach Inhaltsstoff können sie zwar wirksam sein, aber auch gesundheitliche Nebenwirkungen haben. Folglich sollten sie verwendet werden, wenn niemand im Raum ist und idealerweise noch vor Abreise bereits in Deutschland erworben werden. So kannst Du Dich ohne Sprachbarriere informieren und beraten lassen, dass die verwendeten Inhaltsstoffe sowohl wirksam, als auch gut verträglich sind.

» Bewertung: mittlere Wirkung, in Extremfällen unterstützend

  • “Ausbomben” bzw. Raumsprays

    Ganz hartgesottene Zeitgenossen verwenden Insektizide aus Spraydosen, um das gesamte Zimmer zum Mückenschutz quasi auszubomben. Diese Raumsprays gibt es in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Leider sind sie häufig gesundheitsschädlich, insbesondere in Ländern wo wenig Wert auf Verbraucherschutz gelegt wird. Ich bin kein Freund davon, allerdings solltest Du wenn sich in Deinem Zimmer arg viele Mücken herumtreiben, das Personal der Unterkunft bitten, aktiv zu werden und Maßnahmen zu ergreifen. Solltest Du den Einsatz erwägen, besorge das Mittel bereits in Deutschland um Dich hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen gut beraten zu lassen.

» Bewertung: starke Wirkung ebenso starke Gesundheitsschädlichkeit, in Extremfällen zu erwägen

  • Vitamine, Hautpatches, Ultraschall, Hochfrequenztöne usw.

    Die einen helfen, die anderen nicht. Meist existieren noch keine langjährigen wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit.

» Bewertung:  Mückenschutz in den Tropen ist ein zu ernstes Thema, als dass man seine Gesundheit ausschließlich in die Obhut noch nicht wissenschaftlich erprobter Wunderwaffen gegen Mückenstiche legt. Allenfalls zusätzlich flankierend zum bewährten Mückenschutz verwenden.

  • Umgebung

    Scanne die Umgebung Deiner Unterkunft nach möglichen Brutstätten von Mücken und eliminiere diese, wenn möglich. Dies können allerlei Gegenstände sein, die Regenwasser auffangen und halten, wie Töpfe, Eimer oder auch stehende Pfützen. Ein Blick ins Bad der Unterkunft offenbart häufig zahlreiche Brutherde.
    Wiederhole den Vorgang täglich. Gerade zu Regenzeiten gehe ich in Risikogebieten täglich durch das Zimmer und klopfe Vorhänge, Handtücher im Bad und alle nur erdenklichen Verstecke ab um die Mücken aufzuscheuchen. Ein elektrische Fliegenklatsche*ad macht diese Jagd zum Kinderspiel und nicht selten räume werde ich so 20+ Mücken im Raum los. Diese Tennisschläger gibt’s meist günstig vor Ort, wir verwenden das etwas stabilere Vergleichssieger-Modell*ad, das wir aus Deutschland mitnehmen.

» Bewertung: kurz und einfach umsetzbar, wichtige Maßnahme zum Mückenschutz.

Mückenschutz | Bild elektrische Fliegenklatsche mit Umverpackung

Mückenschutz | Eine elektrische Fliegenklatsche erleichtert die Mückenjagd gerade bei Reisen in die Tropen immens.

» Fazit

Eine gute Recherche über die Lage im Reiseziel gepaart mit einer tropenärztlichen Beratung ggf. samt Impfungen und Prophylaxen ist die Basis einer jeden guten Vorbereitung.

Vor Ort zählen zum Mückenschutz die Expositionsprophylaxe durch konsequenten Hautschutz*ad, der Einsatz eines imprägnierten Moskitonetzes*ad und wenn möglich auch das Tragen langer, heller und imprägnierter Kleidung*ad. Ein klimatisierter Schlafraum reduziert weiterhin das Risiko für Mückenstiche.

Hier noch ein persönlicher Geheim-Tipp, der Bite Away Stichheiler*ad.  Bei Anwendung reduziert er durch Hitze den akuten Juckreiz ganz ohne Chemie.

» Zusatz bei Langzeitreisen

Formal empfiehlt natürlich jeder den dauerhaften Einsatz von DEET. Dass das nicht wirklich umsetzbar oder gesund ist, wenn man mehrere Monate in Südostasien verbringt, kann Dir jeder Einheimische bestätigen. Ich habe mir angewöhnt, bei Anreise grundsätzlich erstmal unter konsequentem Schutz die Lage zu erkunden. Merke ich nach ein paar Tagen, dass die Situation recht entspannt ist, kaum Mücken schwirren und keine Krankheitsfälle vor Ort vorliegen, reduziere ich sukzessive den Schutz auf die Kernzeiten der Dämmerung und des Sonnenaufgangs. Auch erkundige ich mich bei Einheimischen nach deren Mückenschutz und erwäge diesen anstatt des aggressiven DEET zu verwenden. Das Moskitonetz spanne ich ohnehin immer auf, schlicht um eine ruhige Nacht ohne Mückenstiche zu haben. Inzwischen finde ich es sogar ganz gemütlich. Auch oder gerade bei Langzeitaufenthalten ist eine ärztliche bzw. tropenmedizinische Beratung vor der Reise umso wichtiger.

» Zusatz Dengue

Die Tigermücke ist für Dengue und zahlreiche weitere Tropenkrankheiten der verantwortliche Überträger. Hier noch ein paar Zusatzinformationen: Die Mücke ist tagaktiv, (nicht nur) aber insbesondere zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang äußerst aggressiv unterwegs. Sie brütet in sauberen Gewässern und jeglichen Wasseransammlungen, Eimern, Pfützen, alten Autoreifen etc., also vermehrt dort wo Menschen leben. Sieh zu, dass Du keine Brutstätten in Deiner Umgebung hast. Sprühe Dich insbesondere auch bei Restaurantbesuchen oder in Cafés ordentlich ein, gerade weil die Viecher gerne unter dem Tisch Deine Knöchel und Füße bearbeiten.

Achja, solltest Du während oder nach einem Aufenthalt in Risikogebieten hohes Fieber bekommen, zögere nicht und suche immer umgehend einen Arzt auf. Egal, ob Du sichtbare Mückenstiche hast oder nicht.

Hast Du an eine Reisekrankenversicherung für Deine Reise in die Tropen gedacht? In unserem Beitrag Reisekrankenversicherung | Der ultimative Guide für Urlaubs- und Langzeitreisen findest Du alle Infos. Keine Zeit? Den Testsieger und unsere Empfehlung die ERGO Direkt kannst Du auch unkompliziert online abschließen*ad .

 

Hinweis: [*ad]
Im FLASHPACKER TRAVELGUIDE verwenden wir sog. Affiliate-Links (Werbelinks), die auf die Angebote externer Webseiten (z.B. Amazon) führen. Wenn Du diesen Links folgst und ein Produkt beim jeweiligen Anbieter erwirbst, hilfst Du uns sehr ohne dadurch einen Nachteil zu haben. Für Dich bleibt der Preis durch die Weiterleitung unverändert. Für uns steckt allerdings ein kleiner Vermittler-Bonus dahinter, der es uns weiterhin ermöglicht, Dich als umfassende Quelle mit Tipps und Infos zu Klimadaten, Stromadaptern, Sicherheit, Gesundheit, Highlights & Sehenswürdigkeiten, aber auch zum Lebensgefühl eines jeweiligen Landes zu inspirieren. Alle Affiliate-Links sind in unserem Reiseguide durch ein [*ad] gekennzeichnet. Wir empfehlen oder bewerten grundsätzlich nur Produkte, die wir selbst verwenden oder verwendet haben. Unsere Produkttests erfolgen stets unabhängig ohne Hersteller- oder Verkäuferunterstützung oder -vorgaben. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, weisen wir Euch entsprechend darauf hin.

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Oh weh, DEET | Vorteile und Nebenwirkungen sowie Alternativen zum bewährten Mückenschutz

DEET ist ein Wirkstoff gegen Insektenstiche, der neben der Funktion zum Mückenschutz auch ganz sportlich Plastik oder Leder beschädigen kann. Zurecht kommt da die Frage auf, ob eine Chemikalie mit derartiger Nebenwirkungen auf die Haut von Erwachsenen aber insbesondere auch Kindern gehört. Dennoch nutzen es jährlich über 200 Mio. Menschen weltweit. Gerade in Risikogebieten, in denen Krankheiten wie Malaria oder Dengue auftreten, gilt es als Mittel der Wahl, aber auch in Deutschland finden Produkte wie Anti Brumm Forte*ad oder NOBITE*ad reißenden Absatz.

Wir sind der Frage nach den Risiken, Nebenwirkungen und Alternativen einmal nachgegangen.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

» Wie wirkt DEET als Mückenschutz?
» Welche Nebenwirkungen birgt die Anwendung?
» Welche Vorteile hat DEET?
» An welchen Reisezielen sollte ich als Mückenschutz zu DEET greifen?
» Wie und in welcher Konzentration erfolgt die Anwendung von DEET?
» Welche Alternativen zu DEET gibt es?
» Fazit.

» Wie wirkt DEET als Mückenschutz?

DEET ist die Abkürzung für Diethyltoluamide und dient zur Abwehr gegen Mücken, aber auch anderer Insekten wie Zecken, Flöhe, Milben, Bremsen oder Fliegen. Zur Wirkweise gibt es zwei Theorien: Eine besagt, dass der Geruch des Wirkstoffes die Insekten fern halte. Die Zweite geht davon aus, dass DEET den Menschen für Insekten quasi „unsichtbar“ bzw. nicht riechbar macht. Ähnlich wie Sonnenschutz hängt die Dauer des Schutzes von der Konzentration des enthaltenen DEET im Hautspray ab.

» Welche Nebenwirkungen birgt die Anwendung?

In erster Linie betreffen die möglichen Nebenwirkungen Schleimhautreizungen und Hautreaktionen. Diese reichen von Rötungen und Brennen bis hin zu Allergien, Ausschlag und Blasenbildung.

Da DEET über die Haut aufgenommen wird, kann es auch ins Nervensystem gelangen. Taubheitsgefühle oder Kribbeln können die Folge sein. In sehr seltenen besonders schweren Fällen, meist aufgrund von intensiver hochkonzentrierter Anwendung, kann es zu Krampfanfällen kommen.

Bei Schwangerschaft, in der Stillzeit oder für Kinder gelten zudem spezielle Einschränkungen, hinsichtlicher derer Du Dich von Deinem Arzt und Apotheker beraten lassen solltest. Alternativ kannst Du auch in Erwägung ziehen, lieber ein Reiseziel zu wählen an dem der Einsatz von DEET nicht unbedingt notwendig ist.

Achtung, DEET greift Kunststoffe und bestimmte Leder an.

» Welche Vorteile hat DEET?

Kein anderer Inhaltsstoff hat sich über einen längeren Zeitraum wissenschaftlich als wirksamer erwiesen. Ob gegenüber tagaktiven, nachtaktiven oder malariaübertragenden Mücken im Speziellen – bei richtiger Konzentration bieten DEET-haltige Präparate wie z.B. Anti Brumm Forte*ad oder NOBITE*ad den stärksten Mückenschutz. Dies bestätigte auch die Stiftung Warentest, allerdings auch die schleimhautreizende Nebenwirkungen.





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» An welchen Reisezielen sollte ich als Mückenschutz zu DEET greifen?

Ich verwende DEET-haltigen Mückenschutz in allen Risikogebieten wo Insekten gefährliche Krankheiten übertragen. Ob Dein Reiseziel dazugehört erfährst Du zum Beispiel beim Auswärtigen Amt und bei einer reisemedizinischen Beratung bei Deinem Arzt, die Du ohnehin auf jeden Fall immer in Anspruch nehmen solltest.

Für deutlich übertrieben halte ich persönlich allerdings den Einsatz von DEET außerhalb von Risikogebieten. Für ein paar harmlose Stechmücken in Deutschland gibt es verträglichere Präparate, oder im Zweifelsfall bekomme ich halt mal eine paar Stiche ab. In Sachen Juckreiz nach einem Insektenstich ist mein persönlicher zusätzlicher Geheimtipp gegen Stiche fast jeglicher Art der Bite Away Stichheiler*ad.

» Wie und in welcher Konzentration erfolgt die Anwendung von DEET?

Produkte mit DEET sollten immer strikt nach den Vorgaben verwendet werden. Sie sollten niemals an entzündete Hautstellen, Wunden oder Schleimhäute gelangen. Die Konzentration sollte bei mindestens 20% liegen und ist wie beim Sonnenschutz der Indikator für die Wirkungsdauer, d.h. je höher die Konzentration desto länger (aber eben nicht stärker) der Schutz. 50% DEET stellt für mich auch in Hochrisikogebieten die Obergrenze dar. Eine höhere Dosierung bietet angeblich keinen zusätzlichen Schutz und erhöht das Risiko von Nebenwirkungen. Ein theoretisch 12-stündiger Schutz bei über 50% DEET ist in der Realität ohnehin schwer umzusetzen, da man durch Schwitzen, Baden oder den Einsatz von Sonnencremes die Wirksamkeit nicht über einen so langen Zeitraum aufrechterhalten kann und den Schutz somit regelmäßig erneuern muss. Frage am besten Deinen Arzt nach einer individuellen Empfehlung für Dich.

» Welche Alternativen zu DEET gibt es?

Die Wirkung von Alternativen mit Icaridin, wie z.B. in Autan Protection Plus, ist vergleichbar tropentauglich wie DEET, aber nicht ganz so langanhaltend. Dafür gilt der Wirkstoff als deutlich verträglicher, ist aber auch nicht frei von Nebenwirkungen. Weitere Wirkstoffe wie IR3535 oder PMD würde ich für Risikogebiete nicht empfehlen, weil sie nur bedingt übergreifenden Schutz bieten.

Mückenschutz | Hautspray ohne DEET basiert häufig auf IR 3535, Icaridin oder Citronella

Mückenschutz | Hautspray ohne DEET basiert häufig auf IR 3535, Icaridin oder Citronella

» Fazit

In Gebieten in denen Malaria, Dengue und Co. vorkommen, gehe ich keine Kompromisse beim Mückenschutz ein und verlasse mich trotz der Nebenwirkungen auf DEET. Ich versuche allerdings beim regelmäßigen Einsatz die eingesetzte Menge durch Schutzmaßnahmen, wie imprägnierte Kleidung*ad und Moskitonetz*ad effizient zu halten. Außerhalb von Risikogebieten verlasse ich mich auf Alternativen mit weniger potentiellen Nebenwirkungen, wobei Icaridin hier aus meiner Sicht ein klasse Allrounder ist.

Tipps zum optimalen Mückenschutz in den Tropen findest Du in unserem Beitrag Dengue, Malaria & Co.: 3 Schritte zum optimalen Mückenschutz in den Tropen.



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Reisekrankheiten | Die 10 Goldenen Regeln zur Vorbeugung

Mit diesen Tipps zur Vorbeugung von Reisekrankheiten, bekommst Du einen Überblick auf welche Punkte Du insbesondere bei Reisen in die Tropen oder Subtropen achten solltest.

Hinweis:
Als Reiseguide teilen wir unsere Erfahrungen zu Deinem Traumziel mit Dir. Unsere Inhalte ersetzen keinen ärztlichen Rat oder Hinweise und Reisewarnungen zuständiger Behörden. Vielmehr sollen sie Anstoß geben, bei Reiseplanungen frühzeitig einen Arzt mit einzubeziehen und Dich über die tagesaktuelle Sicherheitslage sowie Visa-Bestimmungen im Reiseland an offizieller Stelle, wie dem Auswärtigen Amt, zu informieren.
Weitere Hinweise findest Du in unseren Nutzungsbedingungen.

  1. » Nahrungsmittelhygiene

    „Peel it, boil it, grill it, or forget it“ bedeutet, dass Du rohe Lebensmittel meiden solltest, es sei denn, dass Du diese wie beispielsweise Obst selbst geschält hast. Ansonsten solltest Du immer darauf achten, dass Deine Nahrung gar ist und somit entsprechend erhitzt wurde. Halte zudem Fliegen von Deinem Essen fern, die häufiger Überträger von Tropenkrankheiten sind.

  2. » Trinkwasserhygiene

    Ausschließlich originalverpacktes Wasser aus Flaschen bzw. Dosen zu konsumieren, verhindert viele Reisekrankheiten. Ist dies nicht möglich, das Wasser gründlich abkochen, filtern oder chemisch desinfizieren. Auch für das Waschen von Obst und Gemüse sowie zum Zähneputzen nur Trinkwasser verwenden. Schnelle Antworten zur länderspezifischen Leitungswasserqualität gibt’s bei isthewatersafetodrink.

  3. » Körperhygiene

    Kurze Fingernägel, regelmäßiges Händewaschen mit Seife vor und nach Mahlzeiten und nach dem WC-Besuch sind eine probate Vorbeugung von Reise- und vielen Tropenkrankheiten. Auch ein tägliches Duschen samt Abseifen ist empfehlenswert, um das Risiko eines Insektenbefalls zu reduzieren. Außerdem hat man dann auch mehr Freunde. Aber Achtung, Mund zu unter der Dusche!

  4. » Kleidung

    Bei hohem Infektionsrisiko durch Insektenstiche empfiehlt sich das Tragen von imprägnierten langärmligen Oberteilen und langen Hosen. Auch geschlossene Schuhe schützen und Du solltest das Barfußlaufen auf ein Minimum reduzieren. Allgemein solltest Du Klamotten, Schuhe, Bettwäsche und Handtücher vor dem Gebrauch kurz ausschütteln und Dein Reisegepäck stets geschlossen halten.

  5. » Insektenschutz gegen Tropenkrankheiten

    In Risikogebieten für Tropenkrankheiten empfiehlt sich der konsequente Einsatz von Haut-Schutzmitteln*ad , die mindestens 20% DEET enthalten. Das Zeug ist nicht ganz harmlos, also informiere Dich zur Anwendung. Nachts schützt Dich ein gut angebrachtes imprägniertes Moskitonetz*ad. Viele gefährliche Reisekrankheiten werden insbesondere durch Moskitos übertragen.

  6. » Sonnenschutz

    Unterschätze die Kraft der Sonne nie und verwende einen hohen Lichtschutzfaktor. Erst den Sonnenschutz und dann Insektenschutz auf die Haut! Kopfbedeckung bei starker Sonneneinstrahlung nicht vergessen!

  7. » Meide Süßwasserkontakt

    Kein Baden in Seen, Teichen oder Flüssen.

  8. » Meide Kontakt zu Tieren

    Bei allen Insekten, Schlangen o.ä. ist das selbsterklärend, aber auch der Kontakt zu Hunden, Katzen oder insbesondere Affen kann schon beim kleinsten Kratzer in einer fatalen Tollwutinfektion enden.

  9. » Recherchiere, welche Reisekrankheiten auftreten

    Über die richtige Quelle, wie z.B. dem Auswärtigen Amt, bekommst Du einen aktuellen und guten Überblick über Reisekrankheiten im Zielland. Eine Übersicht der besten Quellen findest Du in Kürze in unserem Artikel: Die besten Apps für Reisesicherheit & Gesundheit.

  10. » Lass Dich von einem Arzt beraten

    Ein Arztbesuch mit reichlich Vorlauf zur geplanten Reise ist unabdingbar, da nur dieser Dich kompetent hinsichtlich notwendiger Impfungen oder Prophylaxen beraten kann. Hast Du während oder nach einer Reise in ein Risikogebiet Fieber, zögere nicht und suche umgehend einen Arzt auf. Weise den Doc auf die Möglichkeit von Reisekrankheiten hin.

Fazit

Selbstverständlich kannst Du z.B. in Deinem Thailand-Urlaub in einer Insektizid-Wolke eingedampft und gekleidet wie ein Astronaut bei 40 Grad und Luftfeuchtigkeit nur abgepackte Nahrung zu Dir nehmen. Dann hast Du zwar allen Reisekrankheiten und Tropenkrankheiten vorgebeugt, aber weder Spaß noch die lokale Kulinarik kennengelernt. Daher gilt es, den indiv