In unserem ausführlichen Test möchten wir unsere Erfahrung mit dem Mückennetz GlisGlis Cube mit Euch teilen.

Nachdem wir jahrelang mit unserem kastenförmigen Netz von Care Plus äußerst zufrieden unterwegs waren, dachte ich nicht, dass es überhaupt mal einen Grund zum Wechseln gäbe. Mückennetze unterliegen schließlich nicht einem ständigen Innovationszyklus, wie Autos oder Kameras. Letztlich müssen die Eckdaten wie Material, Packmaße, Imprägnierung, Format, Einstieg, Aufhängung und die Gesamtqualität auch nach Dauereinsatz unter Extrembedingungen stimmen.

» Die ewige Krux mit dem Mückennetz

Wirklich praktisch waren die Netze in der Anwendung noch nie. Der Akt, das gesamte Netz beim Ein- und Ausstieg lückenlos unter die Matratze zu bekommen, war bisher doch eine nervige Friemelei. Großartig wurde es aber erst dann, wenn man das Licht auf dem Nachttisch vergessen hatte und das gesamte Procedere von Neuem losging.





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» Was ist am GlisGlis Cube anders?

Umso überraschender ist es, dass ausgerechnet ein kleines Unternehmen aus dem wenig mückengeplagten Hamburg sich anschickt, die Handhabung eines weltweit millionenfach hergestellten Artikels, durch drei einfache aber geniale Ideen, erheblich zu vereinfachen und letztlich damit auch sicherer zu machen:

  1. Das GlisGlis-Netz besitzt einen Bund, der mit dem eines Spannbettlakens vergleichbar ist. Damit lässt es sich schneller aufbauen, rutscht nicht mehr heraus und umschließt die Matratze lückenlos.
  2. Der Zugang erfolgt durch einen Reißverschluss, wodurch das nervige Rein- und Rausfriemeln unter die Matratze bei Ein- und Ausstieg entfällt und das Netz sicher geschlossen ist.
  3. An den Seiten, auf Höhe des Nachtschranks, sind rechts und links zwei weitere kleine Reißverschlüsse angebracht. So lässt sich beispielsweise das Licht abschalten oder ein Ladekabel fürs Handy legen.

» Langzeit-Test des GlisGlis-Netzes

Klingt vielsprechend. Dachten wir auch und besorgten uns für unseren Test die imprägnierte Variante des GlisGlis Cube XL für den bevorstehenden Trip durch China, Indien, Thailand, Vietnam und Malaysia. Eine Tour bei der es vor allem tagsüber auf Schutz vor Dengue und nachts auf Malariaschutz ankommt.

Bei unserem Härtetest wurde das Netz über vier Monate an 20 verschiedenen Orten auf- und abgehängt. Der Gummizug im Saum wurde ca. 60 – 70 Mal komplett neu aufgespannt, wenn in unserem Zimmer die Betten gemacht wurden. Das übrigens nicht nur durch uns, sondern auch von wesentlich unvorsichtigerem Personal diverser Unterkünfte.

» Unsere Erfahrung mit dem GlisGlis Cube

  • Die Qualität

    Durch die Reißverschlüsse und dem Gummizug im Saum unterliegt das Netz naturgemäß einem erhöhten Verschleiß-Risiko im Vergleich zu Konkurrenzmodellen, ohne diese Extras. Nach vier Monaten erweist sich dieses Risiko jedoch als gering. Gummizug und Reißverschlüsse sind so hochwertig, dass bis dato kein Verschleiß sichtbar ist. Lediglich bei allzu rabiater Handhabung muss man aufpassen, dass sich das Netz nicht im Reißverschluss verfängt und gegebenenfalls Schaden nimmt. Das war bei uns bisher aber noch nicht der Fall.

  • Aufbau

    Sechs vorgefertigte Ösen machen die Anbringung des Netzes an bestehende Haken im Raum oder auch mithilfe von Powerstrips sehr einfach. Wir haben übrigens regelmäßig nur vier der sechs Ösen benötigt. Der Gummizug im Saum beschleunigt den Aufbau zusätzlich, sodass das langwierige Stopfen des Netzes unter die Matratze der Vergangenheit angehört.

    Das GlisGlis Cube kann wahlweise an vier oder sechs vorgefertigten Ösen aufgehängt werden

    Das GlisGlis Cube kann wahlweise an vier oder sechs vorgefertigten Ösen aufgehängt werden

  • Handhabung

    Den praktischen Reisverschluss zum Einstieg möchte ich nicht mehr missen und auch die zwei Öffnungen für Handykabel oder um das Licht abzuschalten sind einfache, aber äußerst durchdachte Verbesserungen. Auch der Gummizug hat sich in der Praxis als äußerst praktisch erwiesen. Durch ihn lässt sich das Netz schnell und lückenlos aufspannen. Dadurch, dass der Saum bündig ohne viel Überschuss mit dem Rand der Matratze abschließt, ist der über dem Bett aufgespannte Raum überdurchschnittlich groß. Das gibt dem Ganzen ein weniger beengtes Gefühl als bei den meisten Netzen der Konkurrenz.

  • Material

    Wie üblich bei Reisenetzen wurde auch beim GlisGlis auf Kunstfaser gesetzt. Dadurch ist es im Gegensatz zu Baumwollnetzen pflegeleichter, hat ein geringeres Gewicht und nimmt keine Feuchtigkeit auf. Die Maschengröße von 156 Löchern /Inch² entspricht der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation für Reisen in Tropengebiete.

  • Imprägnierung

    Auch die Imprägnierung (Deltamethrin) entspricht der WHO-Empfehlung für Malariagebiete. Sie hält laut Hersteller 1-2 Jahre oder für maximal 25 Wäschen. Unser bisheriger Favorit von Care Plus bietet im Vergleich bis zu drei Jahre Haltbarkeit.

    Hinweis:
    Auch wenn Deltamethrin laut Hersteller für Menschen als nicht gesundheitsschädigend gilt, wird bei Kindern unter 6 Jahren und schwangeren Frauen abgeraten, ein mit Insektenschutzmittel imprägniertes Netz zu verwenden. Hierfür gibt es eine spezielle nicht-imprägnierte Variante, die sog. Green Edition.

  • Verpackung

    Das Netz wird in einem Beutel geliefert und fällt mit knapp 600g nicht zu schwer ins Gewicht. Auf den ersten Blick wirkt der Beutel vergleichsweise groß, lässt sich aber auf etwa 2/3 seiner Größe im Gepäck komprimieren. Das hat den Vorteil, dass man das Netz beim Abbau nicht immer in den Beutel quetschen muss, sondern entspannt zusammenlegt und dann verstaut.

    Verpackung des GlisGlis-Netzes: Farbiger Beutel an einem Fenster hängend mit Palmen im Hintergrund

    Das Netz wir in einem praktischen Beutel geliefert, der sich im Koffer gut komprimieren lässt

  • Preis

    Mit ca. 45 € liegt das imprägnierte GlisGlis Cube*ad im oberen Preissegment, was durch die hohe Verarbeitungsqualität und zusätzlichen Features wie Reisverschlüsse und Saum durchaus gerechtfertigt ist. Unsere bisherige Empfehlung, das Care Plus Moskitonetz Combibox imprägniert*ad, liegt ohne diese Extras mit ca. 48 € sogar noch etwas darüber.

» TEST-FAZIT zum GlisGlis Cube XL

Nach über vier Monaten in zahlreichen Ländern ist unsere Erfahrung sehr positiv. Das GlisGlis Cube hat sich in unserem Test auch unter extremen Bedingungen, z.B. zur Regenzeit in den Tropen, als äußerst verlässlicher Partner bewährt. Bei ähnlicher Materialqualität punktet das Netz im Vergleich zu Konkurrenzmodellen vor allem in der täglichen Handhabung durch die durchdachten Eigenschaften wie der Gummisaum und Reißverschluss zum Einstieg.

Einziger Wermutstropfen ist die mit 1-2 Jahren vergleichsweise kürzere Haltbarkeit der Imprägnierung.

» Die Ausführungen

Das GlisGlis-Netz gibt es in Pyramiden oder Kastenform*ad. Für die Pyramide spricht, dass es schneller an nur einem Punkt aufgehängt werden kann. Ich persönlich bevorzuge den Kasten, weil ich mich weniger beengt fühle und das Risiko minimiere, im Schlaf versehentlich direkt am Netz zu liegen und durch dieses gestochen zu werden.

Beide Varianten gibt es jeweils imprägniert (Blue Edition) und ohne Imprägnierung (Green Edition). Wir verwenden gerade in den Tropen die Blue Edition.

Gadget: Cube- oder Pyramiden-Moskitonetz
Herstellerwebsite: https://www.glisglis.net/
Gewicht: ca. 600g
Beutel-Maße: 28 x 21 x 16 cm (komprimierbar)
Preis: ab ca. 38 € je nach Ausführung*ad

 

» Tipps

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